Jede Frau wünscht sich einen knackigen Po und straffe Schenkel. Beim Blick in den Spiegel entdecken die meisten von uns jedoch hier und da einige Dellen und erschlaffte Haut – Grund dafür ist ein schwaches Bindegewebe. Doch keine Panik, denn das Bindegewebe kann man stärken und so nicht für glatte, straffe Haut sorgen, sonder auch etwas für die eigene Gesundheit tun. 

Das Bindegewebe ist ein körpereigener Schutz, der Muskeln und Organe umhüllt und stützt. Wird es schlaff, hat das nicht nur ästhetische Auswirkungen, sondern kann auch gesundheitliche Probleme verursachen, denn Muskeln, Adern, Haut oder Herz werden nicht mehr richtig gestützt. Das Bindegewebe ist außerdem auch dafür zuständig, wichtige Nährstoffe in die Zellen zu transportieren und Abfallstoffe auszuscheiden. Bei einem schlaffen Bindegewebe funktioniert dieser Prozess jedoch nicht mehr einwandfrei. Doch man kann das Bindegewebe sowohl von innen als auch von außen stärken.

WARUM ERSCHLAFFT DAS BINDEGEWEBE

Leider neigen wir Frauen eher zu einer Bindewebsschwäche als Männer. Das liegt zum einen an der Anordnung der Bindegewebestruktur: Bei Frauen liegen diese parallel und so können Fettzellen das Gewebe ausdehnen, wenn diese größer werden – das führt zu Cellulite. Zum anderen ist die weibliche Gewebestruktur weicher, sodass Formveränderungen des Bindegewebes leichter entstehen. Bei Männern hingegen ist das Bindegewebe längs und quer miteinander vernetzt, was zu einer festeren und elastischeren Struktur beiträgt. Nichtsdestotrotz sind die Gründe für ein Erschlaffen des Bindegewebes vielfältig. Unabhängig vom Geschlecht können Übergewicht, Bewegungsmangel oder ungesunde Ernährung eine Bindegewebsschwäche fördern.

DIE GENE
Leider spielen die Gene, bzw. die Erbinformation in den Genen, die über die Kollagenproduktion bestimmt, eine wichtige Rolle. Bilden die Zellen im Verhältnis zur Körpermasse wenig Kollagen, nimmt das Einfluss auf die Elastizität des Bindegewebes.

HORMONELLE VERÄNDERUNGEN
Die Hormone Östrogen und Progesteron sorgen für ein festes Bindegewebe. Gerät der Hormonspiegel durcheinander, zum Beispiel durch die Pubertät, eine Schwangerschaft, durch Verhütungsmittel oder aufgrund der Wechseljahre, kann eine Bindegewebsschwäche die Folge sein, vor allem wenn die Frau schon genetisch vorbelastet ist.

MEDIKAMENTE
Diverse Medikamente wie Kortison oder ASS Blutverdünner können auf Dauer zu einer Übersäuerung des Körpers führen, was sich wiederum negativ auf das Bindegewebe auswirken kann.

ERNÄHRUNG
Auch bestimmte Lebensmittel können zu einer Übersäuerung des Körpers führen. Tierisches Eiweiß in Form von Fleisch oder Wurst, Milchprodukte, schwarzer Tee oder Weißmehlprodukte werden im Körper als „sauer“ verstoffwechselt. In der Regel ist der Körper in der Lage, diese Säure zu binden, zu neutralisieren und dann auszuscheiden. Dies gelingt jedoch nicht mehr, wenn bereits zu viel Säure im Organismus vorhanden ist. Auch wer zu wenig Wasser trinkt, riskiert ein schwaches Bindegewebe.

SO KANN MAN DAS BINDEGEWEBE STÄRKEN

Selbst wenn man hormonell bedingt, durch die Einnahme von Medikamenten oder auch aufgrund der Gene an einer Bindegewebsschwäche leidet, kann man einiges dafür tun, um das Bindegewebe sowohl von innen als auch von außen zu stärken.

VON INNEN STRAFFEN
Die richtige Ernährung ist das A und O für ein starkes Bindegewebe. Deshalb sollte eine basenreiche Kost, bestehend aus viel frischem Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen. Ebenso sind ballaststoffreiche Produkte wie zum Beispiel Hirse oder Hafer eine Wunderwaffe – Sie enthalten viel Silizium, das maßgeblich für ein straffes und elastisches Bindegewebe ist. Auch Lebensmittel mit Lysin, wie zum Beispiel Soja, Petersilie oder Spirulina, oder Vitamin C sind ideal, da sie auch eine wichtige Rolle in der Kollagenproduktion spielen. Natürlich ist auch eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme wichtig – stilles Wasser, verdünnte Obstsäfte und Kräutertees unterstützen dabei, den Körper von Schadstoffen zu befreien und helfen so auf ganz natürliche Weise dabei, das Bindegewebe zu stärken. Natürlich ist auch ausreichend Bewegung und Sport enorm wichtig – das hält fit, regt die Kollagenproduktion im Körper an und strafft das Bindegewebe auf Zellebene. Faszien-Yoga ist beispielsweise besonders effektiv, um das Bindegewebe elastisch zu halten, zu stärken und so für eine aufrechte Körperhaltung zu sorgen.

VON AUßEN STRAFFEN
Der straffen Optik kann auch von außen nachgeholfen werden. So sollen sich Lotionen und Cremes mit hohem Feuchtigkeitsfaktor, Koffein-Peelings oder auch Produkte mit Q10 oder Kollagen positiv auf das sichtbare Bindegewebe der Haut auswirken. Zudem haben auch Wechselduschen und Zupf-Massagen eine straffende Wirkung.

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Faszien-Training, insbesondere Faszien-Yoga, sorgt dafür, dass die Faszien elastisch und gestärkt bleiben und das trägt zu einem stärkeren Bindegewebe bei. Außerdem verraten wir, wie man gezielt die Beine in Topform bringt und welche 6 Tipps für eine knackige Kehrseite sorgen.

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