Die Skandinavier sind nicht nur in Sachen Mode und Architektur Vorbilder für uns, auch bei der Ernährung sind Sie uns mal wieder einen Schritt voraus. Denn der aktuelle Food-Trend Smorging, der uns in unseren Instagram-Feeds begegnet, stammt aus dem schönen Schweden. Wir erklären euch was es mit dem zelebrierten Buffet auf sich hat.

DIE SCHWEDEN HABEN‘S ERFUNDEN

Das Wort Smorging wurde von dem Schwedischen „Smörgasbord“ abgeleitet. Smörgas bedeutet Butterbrot und Bord Tisch. Eigentlich handelt es sich dabei um ein reichhaltiges Buffet, das in Privathaushalten oder in Gaststätten serviert wird. Diese Beschreibung wird der Detailliebe und Vielfalt, die das kulinarische Highlight ausmachen aber nicht gerecht. Das Motto beim Smorging lautet: Mehr ist mehr! Warme und kalte Speisen werden in Hülle und Fülle aufgefahren und im geselligen Beisammensein verspeist. Die Gäste bedienen sich dabei ganz unkompliziert selbst.

smorging food schwedenWAS FINDET MAN AUF EINEM SMÖRGÅSBORD?

Auf einem Smörgåsbord gibt es eine kohlenhydratreiche Grundlage wie Brote, Grissini und Fladen. Dazu werden verschiedene Dips, Soßen, Aufstriche, Antipasti, Chutneys, Wurst und Käse serviert. Außerdem gibt es noch eine große Auswahl an Gemüsestiften und Nüssen. Die Hülle und Fülle an Nahrungsmittel wird dann stilecht und urig auf Holzbrettern, Tellern und in Schüsseln serviert. Ein traditioneller Smörgåsbord hat übrigens eine Art Menüfolge und beginnt mit unterschiedlichen Fischhappen, wie Graved Lachs, geräuchertem Lachs, eingelegtem Hering und geräuchertem Aal. Danach werden dann sozusagen als Hauptgang warme Gerichte angeboten, wie die traditionellen Köttbullar, Würste, Gratiniertes und Omeletts. Im dritten Teil gibt es Käse und Cracker und zum Abschluss eine Nachtischabteilung mit Früchten und Kuchen. Man könnte also sagen, es handelt sich um ein Mehrgangmenü, das auf einem großen Tisch serviert wird. Zu Weihnachten gibt es in Schweden den Julbord, eine besonders festliche Form des Smörgåsbord, der in der Zeit des Julfestes (Jul heißt Weihnachten) am 24. Dezember beliebt ist. Auf diesem werden dann besondere Köstlichkeiten wie etwa der Julskinka („Weihnachtsschinken“) serviert.

essen smorgingTRADITION GOES SOCIAL MEDIA: SMORGING WAR GEBOREN

In Zeiten von Instagram, Foodbloggern und Co. dauerte es natürlich nicht lange, bis das schwedische Smörgasbord auch abgelichtet wurde und der Hashtag smorging war geboren. Inzwischen wird das Buffet deluxe auch bei uns immer beliebter. Für das Sonntagsfrühstück ist der Aufwand für einen richtigen Smörgåsbord sicherlich zu groß, aber für die nächste Familienfeier oder den Mädelsabend ist smorging doch eine super Idee. Das Tolle: Der interaktive und kommunikative Charakter muss nicht erst beim Essen selbst anfangen. Wie wäre es wenn zum Beispiel jeder eine Speise für einen bestimmten Part des Bords mitbringt? So kommt noch mehr Vielfalt zusammen und der Gastgeber hat nicht die ganze Arbeit! Wir finden, smorging ist ein cooler Trend, der vor allem für Schlemmermäuler und große Freundeskreise ideal ist und bestimmt seinen Siegeszug fortsetzt. So könnte es bald schon heißen: Brunchst du noch oder smorgst du schon?

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Ihr sucht noch Inspirationen für einen Beitrag zum Buffet? Wir empfehlen Cookie Shoots. Noch mehr zum Schlemmen: Einen unserer Lieblinge, die Süßkartoffel, gibt es jetzt auch als Toast! Wie erfolgreich Foodblogger sind, zeigen euch deren eigene Kochbücher, in denen ihr viele tolle Leckereien findet.

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