„Ich bin morgens immer müde, aber abends werd ich wach“ singen Laing im Jahr 2012 und landen damit einen Hit. Ihr fühlt Euch von diesen Zeilen angesprochen und würdet ein paar Louboutins links liegen lassen, nur um endlich mal wieder richtig gut zu schlafen? Dann solltet Ihr jetzt weiterlesen.

Wir kennen es alle: Wer sich nachts von rechts nach links dreht und kaum ein Auge zu tut, quält sich morgens schlapp und schlecht gelaunt aus dem Bett. Konzentration und Leistungsfähigkeit sind stark beeinträchtigt. Das vermiest so manchen (Arbeits)tag. Wir sind gereizt, dünnhäutig und denken mit Schrecken an die kommende Nacht. Solch kurze und strapaziöse Nächte hat jeder mal. Meist sind die Ursachen psychisch: Stress im Job oder in der Beziehung, Existenzängste, Zukunftsangst, Sorgen um die Familie, deren Gesundheit oder auch ein schwelender Konflikt können uns a) am Einschlafen hindern oder b) gar nicht erst zur Ruhe kommen lassen. Wenn Ihr schon über mehrere Wochen hinweg immer wieder unter starken Schlafbeschwerden leidet, ist das kein Grund zur Sorge. Allerdings solltet Ihr mit Eurem Hausarzt darüber sprechen, ob gesundheitliche Beschwerden oder organische Ursachen Eure Schlafprobleme verursachen. Ist der Befund negativ und Eure Beschwerden sind innerer Unruhe und Nervosität geschuldet, haben wir ein paar Tipps für Euch, die Euch am Abend zur Ruhe kommen lassen.

Müdigkeit

SCHLAFSCHÖN ZIMMER
Das Schlafzimmer ist zum Schlafen da – so sagen Psychologen. Logisch, oder? Leider ist bei vielen von uns das Schlafzimmer eine Art zweites Wohnzimmer samt TV, Bücherecke und Bügelbrett. Das ist nachteilig für die Schlafhygiene. Das Schlafzimmer soll keinerlei Ablenkung bieten – sagen Schlafforscher. Sie raten sogar von Grünpflanzen und elektrischen Geräten ab. Was wir allerdings unbedingt im Schlafzimmer brauchen, ist ein gutes Bett, eine noch bessere Matratze und ein gutes Kopfkissen. Nur, wer gut gebettet ist, kann auch gut schlafen und wacht morgens nicht mit Rückenschmerzen oder Nackenbeschwerden auf – die z. B. durch eine zu weiche Matratze oder ein zu hartes Kopfkissen entstehen können. Für einen erholsamen Schlaf sind auch die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit wichtig. Die ideale Raumtemperatur liegt zwischen 16 und 18 Grad, die Luftfeuchtigkeit bei 50-60 Prozent. Wichtig: Vor dem Schlafengehen 15 Minuten Stoßlüften – so reichert sich die verbrauchte Luft wieder mit Sauerstoff an. Auch die Lichtverhältnisse sollten stimmen: Sorgt dafür, dass der Raum dunkel ist und kein störendes Licht einfällt. Wer’s nicht stockdunkel mag, kann eine kleine Nachtlampe in die Steckdose stecken – das dezente Licht ist bei Finsternis eine gute Orientierungshilfe.

gemütliches Schlafzimmer

HANDY AUS, RUHE AN 
Das blaue Licht von Smartphone, iPad und Laptop soll die Produktion des Schlafhormons Melatonin hemmen. Das bedeutet, wenn wir bis spät in die Nacht whatsappen oder noch kurz vorm Schlafen die Urlaubsbilder ansehen, unser Gehirn noch gar nicht auf Müdigkeit gepolt ist – im Gegenteil, es läuft gerade auf Hochtouren. Was ist zu tun? Forscher raten, Smartphone, Handy & Co eine Stunde vor dem Zubettgehen auszuschalten. Damit verzichten wir nicht nur auf das blaue Licht, sondern können uns mit uns selbst beschäftigen und besser zur Ruhe kommen.

Lesen vor dem Schlafengehen

REIN IN DIE WANNE 
Warum duschen wir eigentlich morgens, wir könnten doch auch abends baden gehen? Baden macht müde! Bei einem warmen Wannenbad (die Badewasser-Temperatur sollte bei 36 – 38 Grad liegen) entspannen nicht nur die Muskeln, sondern auch Geist und Seele. Die entspannende Wirkung des warmen Wassers lässt sich durch Badezusätze mit ätherischen Ölen verstärken, die beruhigend und ausgleichend wirken: Jasmin, Wolkenblume, Melisse, Hopfen, Baldrian und Lavendel. Um es Euch richtig gemütlich zu machen, könnt Ihr Kerzen aufstellen und leise im Hintergrund Musik laufen lassen.

Baden für besseren Schlaf

MACH´DIR MAL ´NE MILCH 
Sobald Ihr auf der Couch liegt, habt Ihr Lust auf Süßigkeiten oder Knabbereien? Versucht es doch mal alternativ mit einer warmen Milch mit Honig. Ob sie tatsächlich den Schlaf fördert, ist nicht eindeutig bewiesen, aber sie macht satt und entspannt. Hungrig ins Bett zu gehen ist nämlich keine gute Idee! Wer keine Milch mag oder verträgt, trinkt einfach Kräutertees mit schlaffördernden Kräutern wie Hopfen, Melisse und Baldrianwurzel.

Milch trinken

EINSCHLAFHILFE: AUTOGENES TRAINING
Wer kennt das nicht: Endlich ist alles erledigt, ab ins Bett und jetzt schnell einschlafen. Aber es klappt nicht! Oft steht das Gedanken-Karussell nicht still, auch wenn wir ganz ruhig im Bett liegen. Darum ist es wichtig, sich schon vor dem Schlafen auf das Zubettgehen einzustimmen. Dabei können Entspannungsübungen, wie z. B. autogenes Training oder progressive Muskelentspannung, helfen. Legt eine CD mit Anleitung zu den Übungen in den Player, schließt die Augen und konzentriert Euch auf die Übungen. Zu Beginn mag Euch das merkwürdig erscheinen und Ihr werdet Euren Körper vielleicht durch Kribbeln, leichte Schmerzen, Ziehen oder auch Kitzeln wahrnehmen. Das ist ganz normal und gehört dazu. Wer allabendlich übt, schläft irgendwann mitten während der Übung an. Herrlich entspannend!

Yoga für besseren Schlaf

AROMATHERAPIE 
Wie Ihr bereits wisst, wirken manche Duftstoffe beruhigend und entspannend auf Geist und Seele. Dieses Wissen machen wir uns zunutze! Ob mit Duftkerze, Räucherstäbchen oder dem praktischen Kopfkissen-Spray: Wir lassen‘s duften im Schlafgemach. Und zwar dezent nach Kamille, Jasmin, Hopfen, Melisse, Lavendel oder Rose. Smells like sleeping.

Aromatherapie

NOTIZBLOCK AM BETT 
Wer nachts oft aufwacht und kreative Einfälle hat oder schon an die Erledigungen des kommenden Tages denkt, sollte sich einen Block und einen Stift auf den Nachttisch legen. Ideen könnt Ihr da einfach eintragen und schon ist der Kopf guten Gewissens frei von diesem Ballast.

Notizblock

Zehn kleine Einschlafhilfen…

WICHTIGER HINWEIS 
Dieser Artikel enthält allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

DAS INTERESSIERT DICH AUCH

Ihr seid total gestresst und kommt nur schwer zur Ruhe? Entstresst mit diesen Tipps und freut Euch am Frühling! https://www.beautypunk.com/stress-das-hilft/

Wenn Euch aber genau dieser zu schaffen macht und Ihr unter Frühjahrsmüdigkeit leidet, empfehlen wir viel Bewegung an der frischen Luft und haben noch ein paar andere Tricks parat: https://www.beautypunk.com/hallo-wach-tschuess-fruehjahrsmuedigkeit/

Ein Wellness-Wochenende im Homespa https://www.beautypunk.com/stress-lass-nach-tipps-fuer-ein-gemuetliches-wellness-wochenende/ hilft übrigens gegen Stress und Frühjahrsmüdigkeit.

WAS MEINST DU DAZU? WIR FREUEN UNS AUF DEINE MEINUNG!