Bodylotions, Anti-Aging-Pflege oder Mascara sind wie der Wolf im Schafspelz – die vermeintlichen Schönmacher können hormonell wirksame Substanzen, allergieauslösende Duftstoffe oder Erdöl enthalten. Wir haben uns fünf bedenkliche Stoffe in Kosmetika angeschaut.

Zuletzt war es das Aluminiumchlorid in Anti-Transpiranten, das für Gesprächsstoff gesorgt hat und die Frage aufpoppen ließ, was eigentlich sonst noch in unserer Pflege und Kosmetik enthalten ist. Neben Aluminiumchlorid, das unter Verdacht steht Brustkrebs auszulösen, gibt es noch weitere Stoffe, auf die man gut verzichten kann.

1. PARABENE

Als Konservierungsmittel in Kosmetika sorgen Parabene dafür, dass die Produkte länger haltbar sind und ansehnlich bleiben. Allerdings stehen Parabene in Verdacht, hormonell wirksam zu sein – ähnlich wie das Hormon Östrogen. Deshalb sollten vor allem Schwangere, Föten, Kleinkinder und Jugendliche Produkte mit Parabene meiden. Sie lagern sich im Körper an und könnten für Unfruchtbarkeit und Diabetes verantwortlich sein sowie zu Schild-, Brust- oder Hodenkrebs führen. Weit verbreitet sind Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben, Butylparaben, Isopropylparaben, Isobutylparaben.

schlechte inhaltsstoffe2. SILIKONE

Silikone sind synthetische Stoffe, die aus Silizium und Sauerstoff bestehen. Am häufigsten findet man sie in Haarpflege-Produkten und Gesichtscremes, wo man ihnen eine reparierende und glättende Wirkung nachsagt. Tatsächlich haben Silikone keine gesundheitlichen Risiken, können aber trotzdem ihre Wirkung verfehlen: Gesundes und feines Haar kann durch silikonhaltige Produkte beschwert werden. Der synthetische Stoff lagert sich Schicht für Schicht an das Haar an und lässt es fettig und stumpf erscheinen. Bei sehr strapazierten Haaren kann Silikon helfen – wenn auch chemisch. Das Gleiche gilt für das Gesicht: Silikone hinterlassen einen feinen Film auf der Haut, der für einen glättenden Sofort-Effekt sorgt. Trotzdem gilt: Silikone können die Haut überpflegen. Vor allem wenn Stoffe, die auf „-icone“ oder „-iloxane“ enden, weit oben auf der Inhaltsstoff-Liste stehen.

inhaltsstoffe beauty3. DUFTSTOFFE

In fast jeder Creme, Duschlotion oder auch in Make-up sindDuftstoffe enthalten. Auf der Packung werden sie lediglich als „Parfum“ oder „Fragrance“ bezeichnet und hören sich erstmal harmlos an, bergen aber ein hohes Allergiepotenzial: Eichenmoos (Evernia prunastri extract), Baummoos (Evernia furfuracea extract), Isoeugenol, Cinnemal, Coumarin und Tonalide gehören auf die Don’t-Liste. Sie können nicht nur Allergien auslösen, sondern stehen auch in Verdacht, krebserregend zu sein und das Erbgut zu verändern.

4. FORMALDEHYD

An Formaldehyd kommt man kaum vorbei: Man findet es in Kosmetika, Shampoos, Nagellack, Nagelhärter, Selbstbräunern und Colorationen. Bei Formaldehyd besteht das Risiko an Allergien, Asthma, Gelenkschmerzen sowie Krebs zu erkranken. Der Konservierungsstoff ist toxisch und trocknet Haut und Haare aus. Vor allem Hydantoin oder das Tensid Sodium Lauryl Sulfat sollten gemieden werden. Merke: „Formalin“ oder „Formol“ gehören auf die Don’t-Liste.

Haut eincremen5. PARAFFINE/MINERALÖLE

Wenn auf der Inhaltsstoff-Liste Paraffinum Liquidum, oder auch Wax, Vaseline, Mineral Oil oder Petrolatum vorkommt, ist von Erdöl die Rede. Erdöl ist aber nicht nur für die Umwelt problematisch, sondern auch für die Haut. Man findet es vor allem in Cremes, die extrem trockene Haut behandeln sollen. Die hautschädigendste Eigenschaft ist aber das Abdichten der Haut: Die Poren werden verschlossen und die Haut verliert ihre Fähigkeit zu atmen. Das Ergebnis: Die Haut wird noch trockener. Darüber hinaus wurden in mineralölbasierten Pflegeprodukten krebserregende Stoffe gefunden.

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Die App Tox Fox sorgt per Strichcode-Scanner für eine erste Bestimmung der Inhaltsstoffe und gibt Auskunft, ob hormonell wirksame Stoffe enthalten sind. Wer auf Chemie verzichten will, sollte sich über Naturkosmetik informieren und die wichtigsten Fragen und Antworten kennen.

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