Wer von Euch derzeit in der Natur unterwegs ist, wird sich an den Frühlingsblumen und Kräutern erfreuen und vielleicht fragen: Könnte man nicht so manches Gewächs für die Herstellung von Naturkosmetik verwenden oder bereits fertig verarbeitet als Creme & Co kaufen? Aber klar! Wir haben da ein paar Beispiele.

DIE RINGELBLUME

Die Ringelblume – auch als Calendula bekannt – hat ihren Namen von ihren Samen: Diese sind mal dezent, mal stark geringelt, bilden kleine Häkchen oder Halbkreise. Die orangefarbene Heilpflanze wächst von Ende Mai bis weit in den Herbst hinein gerne in Vorgärten, auf Wildblumenwiesen und manchmal auch an Wegesrändern. Bei der Hautpflege ist sie besonders bei der Wundheilung beliebt, darum findet Ihr sie häufig als Wirkstoff in Salben, Balsamen und Lotionen für trockene oder sensible Haut.

ringelblumen auf einer wiese

©iStockphoto | SchmitzOlaf

DIE BIRKE

Die nordische Birke ist Lieferant vieler wichtiger Nährstoffe. Besonders hoch ist der Gehalt an Mineralstoffen und Vitamin C. Darum ist Birkensaft auch ein Geheimtipp der schönen Skandinavierinnen. Im Reformhaus könnt Ihr den leicht säuerlichen Saft kaufen. Ihn selbst herzustellen, ist nicht möglich, da Birken dazu angezapft werden müssen und Ihr eine ganze Plantage bräuchtet, um genügend Saft zu bekommen. Was Ihr aber einfach selbst machen könnt: Birkenblätter pflücken und diese mit in Euer Badewasser werfen oder die Blätter zerkleinern und damit Eure Beine kräftig abreiben. Das soll gegen Cellulite helfen. Wer es sich leichter machen möchte, greift zum Anti-Cellulite-Öl mit Birke von Weleda.

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birkenblätter

©iStockphoto | Martin Wahlborg

DIE KAMILLE

Die Kamille ist ein wahres Multitalent für die Haut-/Haarpflege. Ihr findet sie auf Wiesen und am Wegesrand. Aus den Blüten könnt Ihr eine Tinktur ansetzen und diese äußerlich bei Wunden und Entzündungen anwenden. Wie das funktioniert? Blüten mit etwas Wasser in einem Topf zum Köcheln bringen, dann abkühlen und circa eine Stunde ziehen lassen. Dann einen Wattebausch in die Tinktur tunken und diesen sanft auf Wunden, Entzündungen oder Pickel tupfen.

Tipp aus der Frauenheilkunde: Sitzbäder mit Kamille sind bei Reizungen im Intimbereich sehr zu empfehlen. Übrigens: Die Kamille feiert gerade ihr Comeback in der Hautpflege zur Linderung der Beschwerden bei sensibler Haut. Yves Rocher hat eine ganze Gesichtspflege-Range mit Kamille lanciert.

kamille auf wiese

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DER LAVENDEL

Lavendel kennen wir aus dem Mittelmeerraum, doch auch hier wächst das aromatische Kraut unkompliziert und fast wie von alleine auf Balkon und im Garten. Wer mit dem Gedanken spielt, künftig Naturkosmetik selbst herzustellen, sollte Lavendel anpflanzen, denn Ihr könnt es beinahe für jedes Produkt gebrauchen. Schon der Geruch von einem Bund Lavendel verströmt in der Wohnung einen beruhigenden Duft, der gegen Stress und inneren Unruhe helfen soll. Als Zutat für ein Wannenbad oder ein Körperöl sind die Lavendelblüten ebenso ideal. Die ätherischen Öle wirken sich auf die Haut reizlindern und juckreizstillend aus.

lavendel auf dem feld

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DIE BRENNNESSEL

Von wegen unnützes Unkraut: Die Brennnessel ist ein echtes Powerpaket. Der Extrakt der Blätter wirkt anregend, tonisierend und durchblutungsfördernd bei müden Beinen und Muskelschmerzen. Reizlindernde Flavonoide können gegen Sonnenbrand und Verbrennungen helfen.

brennnessel

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DER LÖWENZAHN

Die gelben Blüten sieht man derzeit überall. Da schadet es nicht, wenn Ihr davon ein paar pflückt und diese in der Sonne oder im Backofen bei 40 Grad circa. 20 Minuten trocknet. Die getrockneten Blüten könnt Ihr dann mit einem neutralen Pflanzenöl wie z. B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl in ein Einweckglas geben und einige Tage ziehen lassen. So entsteht ein ganz natürliches Öl, was gegen Muskelkater und Verspannungen hilft, aber auch trockene Haut wieder geschmeidig macht.

löwenzahn auf der wiese

©iStockphoto | Rike_

Wem die Herstellung seiner Kosmetika in Eigenregie zu zeitintensiv ist oder schlichtweg keine Freude macht, kann natürlich auf Naturkosmetiklabels setzen, die mit Kräutern und Pflanzen arbeiten. Team Dr. Josephs, Dr. Hauschka, Annemarie Börlind, Hildegard Braukmann, Martina Gebhard, Primavera und Weleda verwenden heimische Kräuter für ihre Cremes, Öle und Lotionen.

 

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