Die Haut reagiert zickig bei Temperaturwechseln, juckt und spannt bei neuer Kosmetika und wird trocken und rau, wenn Ihr Stress habt? Dann habt Ihr vielleicht „neuro-sensible Haut“ und braucht spezielle Pflege…

Gerade in der kalten Jahreszeit hat es sensible Haut nicht leicht: Draußen bekommt sie eisigen Wind zu spüren, innen dann trockene Heizungsluft. Der Wechsel in die dunkle Jahreszeit, Stress, Hormonumstellungen während des Zyklus und deftige Ernährung setzen ihr zusätzlich zu. Oft reagiert sie dann mit Jucken und Brennen. Sie ist gereizt, trocken, irritiert oder glüht regelrecht. Die Haut kann aber auch rot, schuppig und rau werden. Alles nicht schön, aber alles in den Griff zu bekommen: Mit den richtigen Pflegeprodukten speziell abgestimmt auf neuro-sensible Haut, ausgewogener Ernährung, ausreichender Bewegung und einem ausgleichenden Lebensstil.

Aber was bedeutet „neuro-sensible“ denn eigentlich? „Neuro“ stammt aus dem Altgriechischen und wird von dem Wort „Neuron“ abgeleitet, was „Nerv“ bedeutet. Bei neuro-sensibler Haut liegen Nerven und Blutgefäße näher an der Hautoberfläche als bei normaler Haut. Dadurch sind die Nerven weniger gut geschützt und reagieren schneller und empfindlicher auf Wärme und Kälte, Chemisches und auch mechanische Reize.

sensible haut pflegen

© iStock.com/GeorgeRudy

Wer erfahren möchte, ob er eine neuro-sensible Haut hat, kann das mit einer einfachen Methode (Corneometrie) beim Hautarzt diagnostizieren lassen, um künftig die Haut richtig zu pflegen. Dabei ist die konsequente Feuchtigkeitsversorgung das A & O. Auch Lipide müssen zugeführt werden, damit der hauteigene Schutzmantel stark gegen Umwelteinflüsse und Bakterien ist. Wir haben ein paar Tipps für Euch!

PFLEGENDE REINIGUNG

Die neuro-sensible Haut mag es sanft. Lieber eine milde Reinigungsmilch statt eines Gesichtswassers benutzen, das Alkohol enthält. Eine gute Alternative sind Cleansing Oils und Mizellenwasser. Inhaltsstoffe wie Panthenol, Kamille, Mandel oder Ringelblume wirken zusätzlich entspannend und lindernd. Auf Tenside solltet Ihr bitte verzichten, sie entziehen der Haut Fett. Wichtig: Finger weg von Gesichtsreinigungsbürsten, sie strapazieren die ohnehin gereizte Haut unnötig.

TÄGLICHE FEUCHTIGKEITSPFLEGE

Pflegeprodukte wie Cremes, Seren, Konzentrate oder Emulsionen, die rückfetten und Feuchtigkeit enthalten, sind genau richtig, denn sie helfen der Haut, ihren natürlichen Schutzmantel aufzubauen bzw. zu regenerieren. Dieser schützt die Haut gegen schädliche Umwelteinflüsse und sorgt dafür, dass die Haut Feuchtigkeit und Lipide optimal speichern kann.

extrapflege sensible haut

© iStock.com/simarik

BESONDERE EXTRAPFLEGE

Ab und an solltet Ihr Eure Haut mit einem Serum verwöhnen. Es dringt tief in die Haut ein und polstert sie regelrecht auf. Sie wirkt sofort straffer und frischer. Für neuro-sensible Haut eignet sich Mikrosilber, denn es lindert den Juckreiz und entzündliche Prozesse. Das kann auch Boswelliasäure sowie wilder Indigo. Alle zwei bis drei Tage wirkt auch ein Gesichtsöl Wunder. Öle von Mandel, Arnika, Nachtkerze, Johannisbeere und Kamelie wirken beruhigend und helfen der Haut, ihr natürliches Gleichgewicht wieder zu gewinnen. Regenerierende Gesichtsmasken haben einen ähnlichen Effekt. Bitte keine Pflegeprodukte mit Vitamin C benutzen – sie sind für Eure Haut zu reizend.

WAS NICHT PFLEGT, SONDERN SCHADET

Pflegeprodukte für neuro-sensible Haut sollten generell keine Konservierungsstoffe, synthetische Zusätze, ätherische Öle oder Mineralöle, Alkohol oder Parfüm enthalten. Ideal sind Naturkosmetik oder spezielle Pflegeserien herkömmlicher Beautymarken für die empfindliche oder auch neuro-sensible Haut. Marken wie Reviderm und Doctor Babor bieten spezielle Produkte für diesen Hauttyp an.

DER LIFESTYLE ÄNDERN

Eine gute Hautpflege kommt nicht nur aus Tuben und Tiegeln, sondern auch aus dem eigenen Körper heraus. Ausgewogene, gesunde Ernährung mit Omega-3-Fettsäuren sowie mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag erweisen der Haut einen riesigen Freundschaftsdienst. Ebenso wie frische Luft, ausreichende Bewegung und ein ausgeglichener Lebensstil. Natürliche Feinde der Haut sind dagegen Stress, Alkohol, Nikotin und eine einseitige und ungesunde Ernährung.

DAS KÖNNTE EUCH AUCH INTERESSIEREN

Die Haut ist unser größtes Organ. Sie umhüllt uns, schirmt uns vor der Außenwelt ab. Doch manchmal sagt der Zustand dieser Hülle mehr über unser Innerstes aus, als wir vermuten. Wir geben Pflegetipps für sensible Haut. Wer seine empfindliche Haut gesund pflegen möchte, kann das mit Hagebuttenöl tun und sollte Beauty-Fehler wie z. B. ein tägliches Peeling vermeiden.

WAS MEINST DU DAZU? WIR FREUEN UNS AUF DEINE MEINUNG!