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DIY, wenn’s anders nicht geht

Haare färben: So machst Du es richtig!

In der Drogerie finden wir eine Vielzahl an Colorationen und Tönungen, die gerade in der aktuellen Situation ein echter „Haarretter“ sein können. Denn Ansätze und verblassende Farben gehen zwar den Trend zu mehr Natürlichkeit mit, allerdings sind sie nicht jedermanns Sache. Die DIY-Farben in der Drogerie sind in der Regel einfach anzuwenden, wenn man alles richtig macht. Mit diesen Tipps gelingt das Haare färben perfekt.

Keine Frage, der Gang zum Friseur ist immer die bessere Entscheidung in Sachen Haare färben. Doch neue Produkte aus der Drogerie versprechen eine „einfache Anwendung“ und ein „schnelles Ergebnis“ für wenig Geld. Allerdings ist man hier sein eigener Profi und sollte wichtige Fakten beim Haare färben kennen.

Welche Haarfarbe habe ich?

Bevor es an’s Färben geht, sollte man seine Haarfarbe bestimmen. Fast jede Frau schätzt ihre Haarfarbe dunkler ein als sie eigentlich ist, was spätestens bei der Einwirkzeit zum Problem wird. Auf den meisten Verpackungen werden verschiedene Haarfarben mit den entsprechenden Ergebnissen vorgeschlagen. Das muss natürlich nicht zwingend passen, gibt aber schon mal einen ersten Anhaltspunkt.

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Nützlich: Die Nummern auf den Packungen geben Helligkeit und Nuance an: Die erste Zahl gibt die Helligkeitsstufe an: 10 ist sehr hell, 1 ist schwarz. Die zweite Ziffer gibt Aufschluss über die Nuance: 0 = Natur, 1 = Asch, 2 = Gold, 3 = Kupfer/Gold, 4 = Kupfer, 5 = Mahagoni, 6 =Violett, 7 =Braun, 8 =Blau, 9 = Perlmutt.

Noch besser ist es, wenn man seine Haarfarbe beim Friseur bestimmen lässt.

Richtig Haare färben

©PeopleImages on iStock

Alles griffbereit zum Haare färben?

Vorbereitung ist alles! Das gilt auch für das Färben im heimischen Badezimmer. Je nach dem welche Konsistenz die Coloration oder Blondierung hat, sollte man Badezimmer-Teppiche beiseite räumen, ein altes Oberteil anziehen und ein Handtuch um die Schultern legen. Färbe-Pinsel, Handschuhe, Kamm, Klammern und Stoppuhr sollten auch bereit liegen. Wer unschöne Verfärbungen der Gesichtshaut vermeiden möchte, cremt sich die Haut am Haaransatz mit einer fettigen Creme ein. Wenn etwas daneben geht, kann die Farbe mit einem Kosmetiktuch abgewischt werden.

Von dunkel auf hell in 20 Minuten?

Wenn die Wunschfarbe zwei Nuancen dunkler oder heller werden soll als die aktuelle Haarfarbe, kann man mit Produkten aus der Drogerie gute Ergebnisse erhalten. Bei extremeren Farbwechseln sollte man die Hände von DIY-Experimenten lassen und auf den nächsten Friseurbesuch warten. Zu hoch ist das Risiko, dass das Farbergebnis falsch ausfällt und die Haare extrem leiden.

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Mousse, Lotion oder Creme?

Colorationen haben mittlerweile viele Konsistenzen. Lotionen sind dünnflüssig und werden direkt aus der Flasche auf das Haar gegeben – Achtung Tropfgefahr! Hier muss man schnell und ordentlich arbeiten. Cremes sind dickflüssiger und daher etwas leichter zu verarbeiten. Mousse ist die neueste Generation von Colorationen. Ähnlich wie Schaumfestiger kann hier nichts verlaufen oder tropfen. Mousse ist besonders für Anfänger gut geeignet.

Viel hilft viel

Wer kennt es nicht: Am Ansatz hat man die Farbe noch großzügig aufgetragen und jetzt stellt man fest, dass die Farbe nicht mehr für die Längen reicht. Die Folge: Nicht alle Haarpartien haben die gleiche Menge an Farbe bekommen und das Ergebnis ist ungleichmäßig. Bei kurzen Haaren reicht eine Packung Coloration oder Blondierung aus. Ab schulterlangem Haar sollten zwei Packungen für den perfekten Anstrich bereit stehen. Die zweite Mischung sollte auch direkt fertig gemacht werden, damit man keine Zeit verliert.

Nur den Ansatz oder alles?

Viele begehen den Fehler das ganze Haare zu färben, obwohl nur der Ansatz Farbe braucht. Die bisherige Farbe hat sich aber seit der letzten Coloration durch Haarwäschen und UV-Strahlung ganz natürlich wieder aufgehellt, so dass die Längen später dunkler als der Ansatz sein werden. Um das zu vermeiden, massiert man die Farbe zunächst ordentlich am Ansatz ein und gibt erst in den letzten 10-12 Minuten den Rest der Farbe in die Längen. Durch wir die Farbe aufgefrischt ohne unregelmäßig zu wirken.

Die Pflege danach

Nach dem Färben sollte man dem Haar eine Kur gönnen, damit sich die Schuppenschicht des Haars wieder schließt und der pH-Wert reguliert wird. Bei der täglichen Pflege sollten Produkte für coloriertes oder blondiertes Haar verwendet werden. Eine guter Conditioner ist ein Must-have, weil er die Farbpigmente im Haar versiegelt.

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Tatsächlich kann man bei einer so simplen Sache wie der Haarwäsche Fehler machen. Wer in Zukunft nicht nur von einer sauberen, sondern auch von einer gepflegten Mähne profitieren will, sollte diese Fehler vermeiden. Auch die Haut will richtig gepflegt werden, deshalb haben wir ein paar Beauty-Sünden für Euch zusammengestellt, die man unbedingt vermeiden sollte. Außerdem geben wir Euch 7 Tipps für richtiges Föhnen und berichten von der „No Poo„-Bewegung und unserem eigenen Selbstversuch im Verzicht auf Shampoo.

Titelbild: ©Holubenko Nataliia on iStock