Gwyneth Paltrow, Chrissy Teigen und andere Celebrities sind schon lange Fan davon: Das Vagina Steaming ist eine Dampfbehandlung für die Intimzone und soll zahlreiche positive Effekte haben. Wie funktioniert diese befremdlich anmutende Wellnessbehandlung und was genau sind die Benefits? Wir stellen euch den skurrilen Beauty-Trend vor.

WAS IST VAGINA STEAMING?

Beim Vagina Steaming oder kurz V-Steaming handelt es sich um ein Dampfbad für die weibliche Intimzone. Behandlungen mit Wasserdampf kennen wir bisher nur von Facials, um die Poren zu öffnen. Doch wie soll das Ganze einige Etagen tiefer funktionieren? Für das Vagina Steaming wird ein Dampfbad mit verschiedenen frischen oder getrockneten Kräutern wie zum Beispiel Rosmarin, Thymian, Lavendel oder Ringelblumen angesetzt. Frau setzt sich dann „unten ohne“ darüber und lässt ihre Intimzone „bedampfen“. Das Vagina Steaming ist bis jetzt vor allem in den USA beliebt. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten nimmt seinen Beinamen eben auch in Sachen skurriler Beauty-Trends sehr ernst. Doch bevor wir die USA als Trendschmiede loben, muss erwähnt sein, dass die Methode eigentlich nicht wirklich neu ist. In Asien, Afrika und Südamerika wird das Dampfbad seit Jahrhunderten durchgeführt und wird teilweise in Wellness-Centern und von Hebammen und Heilern angeboten.

vagina dampfbad

©nesharm/iStock

WELCHE EFFEKTE HAT DAS VAGINA STEAMING?

Die warmen Dämpfe sollen wie eine Art Detox-Kur wirken und die Vagina reinigen, entspannen sowie allgemein die Durchblutung anregen und die Beckenbodenmuskulatur lockern. Vor allem nach der Periode ist die Behandlung angeblich sehr wirkungsvoll, aber auch zur Vorbeugung von Entzündungen und als entspannendes Ritual für Frauen, die zum Beispiel beim Sex verkrampfen und Schmerzen haben soll das V-Steaming empfehlenswert sein. Auch bei kleinen Unreinheiten oder eingewachsenen Haaren im Intimbereich kann die Behandlung als Ergänzung zur Pflege helfen.

Die Anbieter der Methode versprechen außerdem die Minderung von Unterleibskrämpfen, eine Reinigung des Uterus sowie eine ausgleichende Wirkung auf die weiblichen Hormone. Bewiesen sind diese positiven Wirkungen des Vagina Steamings übrigens noch nicht. Bezüglich des reinigenden Effekts besteht aus rein medizinischer Sicht kein Bedarf, denn das weibliche Genital reinigt sich selbst und Bakterien sorgen für den richtigen pH-Wert. Kritiker sagen, dass das V-Steaming oder Vaginalduschen dieses Gleichgewicht sogar stören und das Risiko für Infektionen dadurch erhöhen können.

FÜR WEN IST DAS VAGINA STEAMING GEEIGNET?

Da die Behandlung rein natürlich und sanft ist, gibt es bei der richtigen Anwendung kaum Risiken. Lediglich wenn der Verdacht auf eine Pilzinfektion besteht, sollte man auf die Anwendung verzichten, da Dampf und Hitze das Pilzwachstum fördern. Natürlich ist es auch wichtig, dass der Dampf nicht zu heiß ist, um Verbrühungen zu vermeiden. Da bei der Methode Kräuter eingesetzt werden, besteht theoretisch auch die Gefahr einer Allergie oder Reizung.

WIE FUNKTIONIERT VAGINA STEAMING?

Tatsächlich gibt es in den USA schon Spas, die das Vagina Steaming anbieten. Dort gibt es spezielle Stühle mit einer Öffnung, unter der das dampfende Kräuterwasser platziert wird. Doch man kann das „Dampfbad für Down Under“ natürlich auch ganz gemütlich zuhause testen. Ob man dabei dann noch ein Selfie machen muss wie jüngst Chrissy Teigen sei mal dahingestellt.

Anleitung
1. Zwei bis drei Liter Wasser zum Kochen bringen.
2. Frische oder getrocknete Kräuter hinzufügen (z.B. Thymian, Lavendel, Rosmarin). Da getrocknete Kräuter intensiver sind reicht hier eine Tasse, bei frischen Kräutern etwa doppelt so viel.
3. Den Sud 10 Minuten köcheln und anschließend etwas abkühlen lassen.
4. Den Sud in eine Schüssel füllen und unter eine Stuhlkante stellen.
5. Unterwäsche ausziehen und sich in möglichst bequemer Position auf die Stuhlkante setzen, sodass die Dämpfe die Vagina erreichen.
6. Eine Decke oder Handtuch um Schoß, Taille und Schüssel wickeln, sodass die Dämpfe nicht entweichen können. Das Dampfbad für 20 bis 30 Minuten wirken lassen.

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