Auf den ersten Blick klingt dieser Foodtrend wenig appetitlich: Bei Black Food kommen schwarze Lebensmittel auf den Teller. Egal ob natürlich oder eingefärbt, ein Blickfang sind die sinistren Speisen auf jeden Fall. Außerdem wird uns Black Food von den Machern gerne als entgiftend und gesundheitsfördernd verkauft. Was ist dran?

WAS IST BLACK FOOD?

Statt Pastell, Glitzer und Co. regieren in den Feeds der sozialen Medien immer mehr schwarze Burger, Pommes, Smoothies oder Eiscreme. Unter dem Hashtag #blackfood finden sich aktuell knapp 15 000 Beiträge auf Instagram und unter #blackfoodie gar über 70 000! Gemeint sind mit Black Food Lebensmittel, die mit Lebensmittelfarbe, Sepia (Tintenfischtinte) oder auch Aktivkohle schwarz eingefärbt werden, um den düsteren Effekt zu kreieren. Der Trend stammt urbanen Mythen zufolge aus Japan und ist über die USA nach Europa gelangt. Von den Street Markets, Food Festivals und In-Restaurants wanderte der Trend dann irgendwann auch in die Supermärkte.

Two black ice cream in waffle cones on a gray background. Summer trend dessert

©undefined undefined/iStock

COOLE OPTIK UND AUCH NOCH GESUND DANK AKTIVKOHLE?

Aktivkohle wird durch die Veraschung von pflanzlichen Bestandteilen wie Kokosnussschalen, Torf oder Holz hergestellt und ist in der EU als Lebensmittelfarbstoff zugelassen. Ursprünglich in Form von Kohletabletten nur bei Durchfallerkrankungen bekannt, machte sie zunächst als Inhaltsstoff in den Detox-Wassern der Models und Stars von sich reden, da sie angeblich hilft, Gifte aus der Nahrung zu binden und auszuscheiden. Mit Begriffen wie „Black Detox“ oder „Charcoal Detox“ wurde die entschlackende Wirkung angepriesen, die auch bei Kater oder Jetlag Abhilfe schaffen soll. Kritiker setzen dem außerdem entgegen, dass Aktivkohle neben den vermeintlichen Giften auch Vitamine, Mineralstoffe oder Wirkstoffe von Medikamenten wie etwa der Anti-Baby-Pille und aus dem Körper schleußt. Ein zu hoher Verzehr von Aktivkohle kann außerdem zu Verstopfungen und Darmverschluss führen. Ihr könnt aber beruhigt sein: Dafür müsste man schon sehr viele „Black Burger“ verspeisen und diese mit literweise Detox Water herunterspülen.

Two charcoal super latte on marble background.

©mariiaplo/iStock

NATÜRLICHES BLACK FOOD

Viele Anbieter werben auch mit der allgemein gesundheitsfördernden Wirkung von Black Food. Dass Pommes, Burger und Eiscreme nur durch die schwarze Einfärbung nicht wirklich gesünder werden, dürfte jedem klar sein. Aber es gibt es natürliche „Black Beauties“, die von ganz alleine zu dem Trend passen und zudem gesund sind: Heidelbeeren, Brombeeren, schwarze Johannisbeeren, Schwarzkirschen, schwarzer Reis, schwarze Bohnen, Zartbitterschokolade, Kaviar, Oliven, Auberginen oder Blaukohl eignen sich perfekt für ganze „Black Food“ Mahlzeiten. Bei Obst und Gemüse sorgen übrigens die natürlichen Pflanzenstoffe Anthocyane für die blaue, lila oder eben fast schwarze Optik. Anthocyane gehören zu den Flavonoiden. Diesen wird allgemein eine antioxidative Wirkung zugeschrieben und sie sollen das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen senken – übrigens ganz unabhängig von ihrer Farbe.

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Wir stellen euch den natürlichen Gesundheits-Booster Anthocyane genauer vor. Das schwarze Gesichtsöl von GLAMGLOW® reinigt und pflegt nicht nur intensiv, sondern sieht im Badezimmer auch noch richtig cool aus! Mehr als nur Detox ist der sogenannte „Gut Reset“, der die Darmflora wieder ins Gleichgewicht bringt.

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