Der weibliche Geruchssinn unterscheidet sich nicht nur vom männlichen, sondern variiert auch innerhalb des Monatszyklus. Da ist es doch eigentlich naheliegend, das Parfum an die verschiedenen Phasen anzupassen. Wir verraten euch, welche Düfte zu welchen Tagen passen und wie ihr so vielleicht sogar auf die Stimmung Einfluss nehmen könnt.

DER GERUCHSSINN: DIREKT AN EMOTIONEN GEKOPPELT

Der Geruchssinn von Frauen ist empfindlicher als der von Männern. Das hat evolutionsbiologische Gründe, denn bei der Partnerwahl müssen wir Frauen uns den optimalen Kandidaten zur Fortpflanzung aussuchen. Dafür analysieren wir zum Beispiel unbewusst das DANN-Profil des Gegenübers über den Schweißgeruch. Der Spruch „Man kann sich gut riechen“ kommt also nicht von ungefähr. Hinzu kommt das ausgeklügelte Spiel aus den Hormonen Östrogen und Progesteron, die ebenfalls Einfluss auf die Wahrnehmung von Gerüchen haben. Dass zum Beispiel schwangeren Frauen bei einigen, bisher problemlosen oder sogar geliebten Gerüchen plötzlich übel wird, belegt das. Kaum ein Sinn ist außerdem so stark an Emotionen gekoppelt wie der Geruchssinn. Jeder kennt das Gefühl, wenn man einen vertrauten Geruch wahrnimmt, zum Beispiel den des Partners, das Waschmittel aus dem Elternhaus oder das Lieblingsessen. Das funktioniert natürlich sowohl bei positiven als auch negativen Emotionen. Stichwort: Der Geruch von bestimmtem Alkohol nach einem Absturz damit in der Vergangenheit.

frau im bademantel sprüht sich parfum auf das handgelenk

©Eva-Katalin/iStock

WELCHES PARFUM FÜR WELCHE ZYKLUSPHASE?

Schon seit Jahrhunderten beeinflussen Menschen das Wohlbefinden mit bestimmten Gerüchen, sei es durch Kräuter, ätherische Öle und Aromatherapie oder Parfums. Jede Frau kennt wahrscheinlich das Gefühl, wenn sie ihren Lieblingsduft auflegt und sich sofort sinnlich, sexy und stark fühlt. Vielleicht hattest du aber auch schon mal das Gefühl, dass dir dein Lieblingsparfum an einem Tag noch besser gefällt als einem anderen? Das kann unter anderem mit dem Monatszyklus zusammenhängen. Hier ein kleiner Überblick über die verschiedenen Phasen:

Tag 1 bis 5 (gerechnet ab dem ersten Tag der Periode): Die Hormone gehen deutlich zurück. Müdigkeit und Krämpfe sind oft die Begleiter. Als natürliche Stimmungsaufheller wirken frische Düfte mit Zitrusnoten wie Zitrone, Orange oder Mandarine.

Beispiele: The Body Shop „Kistna“, Guerlain „Pampelune“, Creed „Asian Green Tea“

Tag 6 bis 12: Der Östrogenspiegel steigt an. Das Ergebnis: Der Geruchssinn sensibilisiert sich und auch feine Duftnoten können wahrgenommen werden. Es empfehlen sich warme Düfte mit Noten von Rose, Tonkabohne, Hölzern oder Moschus.

Beispiele: Carolina Herrera „Good Girl Velvet Fatale“, Chanel „Chance“, Giorgio Armani „Si Passione“

Tag 13 bis 18: Der Progesteronspiegel steigt an und der Körper bereitet sich auf den Eisprung vor. Klare Düfte mit Noten wie Pfeffer und Statement-Düfte passen gut in diese Phase. Auch süße Parfums mit Noten von Mandeln, Blumen, Beeren oder Vanille harmonieren perfekt. Der Grund: Wir haben Heißhunger auf Süßes!

Beispiele: Dior „J‘adore“, Lancôme „La vie est belle“, Prada „Candy Sugar Pop“

Tag 19 bis 28: Das Progesteron steigt an, während das Östrogen sinkt, ebenso wie der Serotoninspiegel. Dadurch schlafen wir gegen Ende des Zyklus oft schlechter und leiden unter Stimmungsschwankungen. Lavendel und Ylang Ylang beruhigen und wirken ausgleichend. Aquatische Noten befreien und transportieren Leichtigkeit.

Beispiele: Dolce & Gabbana „Sicily“, Molton Brown „Ylang-Ylang“, Jil Sander „Jil“

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Hormonelle Veränderungen während des Zyklus können auch Einfluss auf die Haut haben. Das sogenannte Face Mapping sagt aber noch mehr: Nämlich, dass bestimmte Hautbereiche im Gesicht mit der Gesundheit von Organen zusammenhängen. Raumdüfte machen das Zuhause noch gemütlicher. Wir stellen euch die schönsten vor. Welcher Duft passt eigentlich zu mir? Wir geben eine kleine Orientierung.

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