Wie auch die Haut braucht auch das Haar regelmäßig eine Extraportion Pflege, damit es gesund, geschmeidig und glänzend bleibt – eine Haarkur ist also Pflicht. Leider erweist sich die Suche nach der idealen Haarkur manchmal als schwieriger als gedacht, denn nicht jede Haarkur ist für jeden Haartyp geeignet.

Frizz, wenig Volumen, mattes oder elektrisches Haar? Eine Haarkur muss her! Doch man kann nicht einfach in die nächste Drogerie spazieren und sich das Produkt mit dem hübschesten Etikett schnappen. Wer eine schöne Haarpracht sein Eigen nennen will, muss ganz genau auf seinen Haartyp achten und dementsprechend auch die passende Haarkur auswählen. Wir erklären, worauf jeder Haartyp achten muss…

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FEINES HAAR
Feines Haar ist dünner als normales. Ihm fehlt es an Keratinsubstanz und damit an nötiger Sprungkraft, weshalb es oft platt und kraftlos wirkt. Die Haarkur darf deshalb nicht zu reichhaltig sein, da sie das Haar beschwert und es schlaffer aussehen lässt. Die perfekte Haarkur für feines Haar muss es „pushen“ und griffiger machen, um so mehr Volumen zu erzeugen. Produkte die Keratin enthalten sind zum Beispiel optimal. Auch Kuren mit Hyaluron sind super, da sie dem Haar Feuchtigkeit spenden und es aufpolstern, ohne es zu beschweren. Auf Silikone sollte man mit feinem Haar jedoch lieber verzichten. Tipp: Kuren nur sehr sparsam verwenden und Pflege- sowie Styling-Reste immer gründlich auswaschen, um das feine Haar nicht zu beschweren.

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TROCKENES HAAR
Trockenes Haar neigt schnell zu Spliss und ist in der Regel sehr brüchig – das macht sich vor allem an den Spitzen bemerkbar. Dem Haar fehlt es an Feuchtigkeit, wodurch es vor allem in den Längen stumpf, strohig und glanzlos erscheint. Die optimale Haarkur für trockenes Haar muss deshalb viel Feuchtigkeit spenden und regelmäßig verwendet werden. Produkte mit wertvollen Ölen wie Argan- oder Aprikosenkernöl sind zum Beispiel genau richtig, um das Haar mit Feuchtigkeit zu versorgen und ihm einen gesunden und seidigen Glanz zu verleihen. Auch Lecithin und Pro-Vitamin B5 eignen sich gut, da sie strukturbildende und rückfettende Eigenschaften haben und helfen das Haar zu reparieren. Ist das Haar bereits sehr geschädigt, hilft aber nur noch der Gang zum Friseur.

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FETTIGES HAAR 
Was trockenem Haar fehlt, hat fettiges Haar zu viel: Eine Überproduktion der Talgdrüsen sorgt dafür, dass das Haar schon nach kurzer Zeit wieder nachfetten und strähnig wirkt. Dafür können zum Beispiel Hormonschwankungen verantwortlich sein, aber auch eine empfindliche Kopfhaut – letztes führt häufig auch noch zu Schuppen. Durch die vermehrte Fettproduktion verfügt das Haar in den Längen zwar über einen besseren „Schutzmantel“ und ist weniger pflegebedürftig, dennoch gilt es, überschüssiges Fett auszuspülen und für einen gepflegten Ansatz zu sorgen. Die Haarkur sollte möglichst mild sein, um die Kopfhaut nicht zusätzlich zu reizen, da die Talgproduktion (als Eigenschutz) im Gegenteil stärker angekurbelt wird – auch zu häufiges Waschen führt leider dazu, dass der Ansatz schneller nachfettet. Produkte mit Zitronenmelisse, ätherischen Ölen oder auch mit Lavaerde (mineralische Tonerde) eignen sich sehr gut, die beruhigen die Kopfhaut und entziehen überschüssiges Fett.

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KRAUSES UND LOCKIGES HAAR
Lockiges Haar liegt nicht so nah an der Kopfhaut an wie normales Haar, wodurch der Talg der Kopfhaut nicht in die Längen gelangt. Dadurch ist lockiges Haar ebenfalls häufig eher trocken. Wegen seiner natürlichen Krümmung hat gelocktes Haar auch eine weniger glatte Schuppenschicht, wodurch es spröder ist als normales Haar. Zudem reagiert es auf äußere Einflüsse besonders sensibel, Spliss und Haarbruch können leichter entstehen. Die Haarkur für lockiges Haar sollte deshalb besonders reichhaltig sein und regelmäßig verwendet werden. Produkte mit wertvollen Ölen wie Avocado- oder Jojoba-Öl aber auch Pro-Vitamin B5 wirken feuchtigkeitsspendend und rückfettend. Sie legen sich wie ein Schutzfilm um das Haar und bewahren es vor dem Austrocknen. Auch Produkte mit Hyaluronsäure, Panthenol oder Aloe-Vera  sind bestens geeignet, sie spenden ebenfalls Feuchtigkeit und sorgen so für mehr Sprungkraft.

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COLORIERTES UND BLONDIERTES HAAR
Coloriertes und blondiertes Haar hat in der Regel eine stark aufgeraute Haarstruktur. Dadurch ist das Haar empfindlicher und neigt eher zum Haarbruch. Die ideale Haarkur sollte deshalb die aufgeraute Schutzhülle wieder reparieren, dem Haar Feuchtigkeit spenden und bestenfalls einen UV-Filter enthalten. Produkte mit Avocado-Öl oder Seidenproteinen sind für coloriertes und blondiertes Haar sehr gut, da sie sich wie ein Schutzfilm um das Haar legen und es so wieder versiegeln. Auch Keratin ist empfehlenswert, da es die Haarfasern wieder aufbaut.

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