Haarprobleme wie Spliss, fehlender Glanz und Schuppen können gerade im Winter den Traum von einer perfekten Mähne trüben. Doch keine Sorge, für strapaziertes Winterhaar gibt es jetzt effiziente Helfer, die vor wetterbedingten Schäden schützen. Wie die richtige Haarpflege im Winter aussieht, erfahrt Ihr jetzt.

Zweifelsohne ist die Wintersaison, die wohl stressigste Zeit für Haare und Kopfhaut. Der Wechsel zwischen kalten Temperaturen und trockener Heizungsluft, die Reibung unter Hüten und Mützen sowie die falsche Pflege können dem Haar im Winter ordentlich zusetzen. Das Ergebnis sind Schuppen, abgebrochene Spitzen und Spliss. Damit es gar nicht so weit kommt, sollte rechtzeitig mit einer reichhaltigen und cleveren Haarpflege begonnen werden.

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EXTRAPORTION PFLEGE

Mit den fallenden Graden sinkt auch die Talgproduktion der Kopfhaut – sie beginnt zu jucken und im schlimmsten Fall sich zu schuppen. Darüber hinaus entzieht die trockene Heizungsluft den Haaren Feuchtigkeit, was sie stumpf und spröde macht.

Jetzt sind reichhaltigere Texturen und nährende Elixiere gefragt, die für ein ausgeglichenes Feuchtigkeitslevel der Kopfhaut sorgen und die Haare vor weiterem Feuchtigkeitsverlust bewahren. Die besten Komplizen für ausgelaugtes Winterhaar sind milde Shampoos und Conditioner mit feuchtigkeitsspendenden Wirkstoffen wie pflanzlichen Ölen und Panthenol. Sie bilden die Basis für das aufbauende Haarpflege-Ritual.

Für den extra Pflege-Kick sorgt zweimal wöchentlich eine intensive Haarmaske, die in das handtuchtrockene Haar einmassiert wird und mindestens 30 Minuten einwirken kann. Wenn die Haare während der Einwirkzeit in ein warmes Handtuch gewickelt werden, wird die Wirkung der Haarkur erhöht. Die Wirkstoffe dringen durch die Wärme tiefer in das Haar ein und können es intensiver pflegen. Alternativ eignet sich dafür auch eine gemütliche Badewannen-Session, bei der der warme Wasserdampf den gleichen Effekt hat.

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Übrigens: Damit die Feuchtigkeit im Haar bleibt, werden alle Produkte immer mit lauwarmem Wasser ausgespült. Ähnlich wie bei der Haut, entzieht zu heißes Wasser dem Haar Feuchtigkeit; die Schuppenschicht öffnet sich, Fette und Lipide können austreten. Besser: Kaltes Wasser zieht die Schuppenschicht zusammen und versiegelt die Feuchtigkeit im Haarinneren. Alternativ kann man das Haar auch mit einem Spritzer Apfelessig auf einen Liter Wasser durchspülen. Das entfernt zusätzlich Kalkablagerungen und macht das Haar schön glänzend.

WUNDER-ELIXIER: HAARÖL

Was auf keinen Fall fehlen darf, ist ein nährendes Haaröl, das die strapazierten Spitzen wieder geschmeidig macht. Durch die ständige Reibung an Schal und Kleidung werden sie besonders anfällig für Spliss und Haarbruch. Die Öle legen sich wie ein Schutzfilm um jedes einzelne Haar ohne es dabei zu beschweren oder fettig aussehen zu lassen. Die reichhaltige Pflege aus natürlichen Ölen wie Avocado-, Macadamia- oder Argan-Öl baut das Haar wieder auf, macht es geschmeidiger, entwirrt, spendet Feuchtigkeit, verhindert Frizz und beugt Spliss vor.

SCHUTZSCHILD: LEAVE-IN-PFLEGE

Leave-in-Produkte sind nur nicht eine gute Alternative für Menschen, die in Sachen Haarpflege keine wertvollen Minuten verlieren wollen, sondern sorgen im Winter den ganzen Tag für geschmeidiges, gepflegtes und glänzendes Haar. Die schwerelosen Begleiter bieten dem Haar mit wirksamen Inhaltsstoffen wie Sheabutter, Kokosextrakten, Arganöl, Keratin, strukturverbessernden Proteinen und feuchtigkeitsspendendem Glycerin ein Plus an Pflege und legen sich wie ein Schutzschild um die Haarfaser. Größter Benefit: Die Wirkstoffe bleiben bis zur nächsten Wäsche im Haar.

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HAARPFLEGE-TIPPS FÜR DEN WINTER

1.) So wenig Föhnen wie möglich: Die heiße Föhnluft strapaziert die Haare zusätzlich. Am besten werden die Haare so oft es geht luftgetrocknet. Wer doch zum Föhn greifen muss, sollte darauf achten, dass der Abstand zwischen Föhn und Kopf mindestens 20 cm betragen sollte. Hitzeschutz oder Haaröle verhindern, dass die heiße Luft zu viel Schaden anrichtet.

Kleiner Tipp: Microfaserhandtücher binden besonders gut Feuchtigkeit und sind sehr sanft zum Haar. So werden die Haare schneller trocken!

2.) Bessere Raumklima: Mit einem Schälchen Wasser auf der Heizung gleicht man die Luftfeuchtigkeit aus. Das danken einem nicht nur die Haare, sondern auch die Haut.

3.) Bürstenstriche: Holz- und Naturborsten sorgen dafür, dass der Talg der Kopfhaut auch in die Haarlängen gelangt. 30 Bürstenstriche am Tag sorgen für glänzende Längen und weniger Haarbruch.

4.) Haare flechten: Offene Haare reiben sich an Mützen, verknoten sich im Schal oder hängen zwischen Reisverschluss und Wollschal fest – eine ziemliche Tortour für die empfindliche Mähne. Besser: Zusammengebundene Haare und lockere Flechtfrisuren schützen das Haar vor Haarbruch und Spliss.

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Intelligente Shampoos bieten dem Haar jetzt Intensiv-Wellness und orientieren sich dabei an erfolgreichen Ergebnissen aus der Hautpflege. Neben erblich- bzw. anlagebedingtem Haarausfall kann es auch verschiedene andere Ursachen für den Haarverlust geben. Wer regelmäßig zu Lockenstab, Glätteisen und Föhn greift, braucht spezielle Hitzeschutz-Produkte, die das Haar vor den extremen Temperaturen schützen.

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