Glutenfrei, laktosefrei und mit guter Ökobilanz: Der neueste Schrei in Sachen Milchersatz heißt Erbsendrink. Nachdem gefühlt sämtliche Getreide- und Nussorten bereits zu Ersatzprodukten verarbeitet wurden, ist nun also das grüne Gemüse an der Reihe. Aber was kann der pflanzliche Drink?

PFLANZLICHE MILCHALTERNATIVEN LIEGEN IM TREND

Nicht nur der Fokus auf die eigene Ernährung, sondern auch ein neues Bewusstsein für die Umwelt haben dazu geführt, dass immer mehr Menschen auf tierische Produkte wie Kuhmilch verzichten möchten – zugunsten von Alternativen, die vermeintlich eine bessere Ökobilanz haben und weniger Emissionen in der Produktion verursachen. Doch wie sich gezeigt hat, sind auch diese teilweise mit Vorsicht zu genießen, etwa wenn Soja nicht nachhaltig angebaut wird oder dabei Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen. Und die für Mandeldrinks verwendeten Mandeln wachsen meistens in großen Plantagen und die Bäume brauchen viel Wasser, um zu gedeihen. Der Erbsendrink ist nach Hafer- und Nussdrinks die neuste Ergänzung im Portfolio der Pflanzendrinks und verspricht hingegen, sowohl mit einer guten Ökobilanz als auch mit gesundheitlichen Benefits zu überzeugen.

 

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IN DEN USA SCHON EIN RENNER: DER ERBSENDRINK

Das Start-up Ripple hat den Erbsendrink vor etwa zwei Jahren entwickelt – eine Milchalternative die rein pflanzlich, also laktose- soja- und glutenfrei ist. Da bei der Herstellung auch auf Nüsse verzichtet wird, ist er auch für Allergiker geeignet. In Deutschland wurde der Erbsendrink inzwischen von der Firma „Princess and the Pea“ eingeführt. Dass die wählerische Prinzessin auf der Erbse hier Namenspatin war, dürfte wohl eher an der Eignung zum Wortspiel gelegen haben, als dass man damit besonders verwöhnte Gaumen ansprechen will.

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Der Erbsendrink besteht aus Wasser, Erbsenprotein, das aus gelben Spalterbsen gewonnen wird, Rapsöl und Sonnenblumenöl. Bei der gesüßten Variante wird außerdem Zucker aus Zuckerrüben hinzugefügt. Außerdem Gellan (ein wasserlöslicher Mehrfachzucker), Phosphat und Geschmacksstoffe für die Sorten Vanille und Schokolade.

 

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Übrigens ist der Erbsendrink tatsächlich nicht grün, sondern weiß und ähnelt zumindest optisch der Kuhmilch. Geschmacklich ist er viel wässriger und erinnert eher an Sojamilch oder auch Nuss- oder Hafermilch. Vor allem der hohe Proteinanteil des Erbsendrinks punktet aber: Dieser ist mit 13 % genauso hoch wie bei Kuhmilch, während er (in der ungezuckerten Variante) etwas weniger Kalorien hat.

 

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ERBSENDRINK: DAS FAZIT

Für Allergiker und Veganer sowie Vegetarier ist der Erbsendrink eine weitere, attraktive Proteinquelle. Wer auf den Geschmack der Kuhmilch nicht verzichten will, sollte zumindest auf Bio-Milch setzen. Achtet generell bei jedem Hersteller darauf, wie nachhaltig das Produkt wirklich ist und ob eine vermeintlich positive Ökobilanz vielleicht nicht eher zur Vermarktung genutzt wird (Stichwort Greenwashing).

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Auch Hafermilch alias Oat Milk liegt voll im Trend und verspricht die gleichen Vorteile wie der Erbsendrink: eine positive Umweltbilanz und gute Verträglichkeit. Neben Getreide werden auch Nüsse gerne zu einem Drink verarbeitet. Wir stellen euch die Milch vor, die dem Gesetz nach gar nicht so heißen darf. Nicht nur in Spas und Fitnesscentern solltet ihr öfter zum Gurkenwasser greifen. Wir verraten euch, was den Drink so gesund macht.

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