Hafermilch ist aktuell das It-Getränk. Die Oat Milk hat nicht nur in den USA ihren Siegeszug angetreten, sondern auch bei uns. Eine gute Umweltbilanz, Verträglichkeit für Allergiker und gesunde Inhaltsstoffe machen sie zum aktuellen Favoriten der Food-Szene. Und das obwohl die Hafermilch sich eigentlich nicht mal so nennen darf. Wir stellen euch den Drink der Stunde vor.

HAFERMLICH IM PERSÖNLICHEN TEST: SO SCHMECKT DER IT-DRINK

„Rein pflanzlich, ohne Zuckerzusatz“ steht auf der Packung Hafermilch, die vor mir steht und das klingt für mich ehrlich gesagt erstmal alles andere als lecker. Gelesen und gehört habe ich von dem pflanzlichen Wundergetränk viel. Die sogenannte Oat Milk war zwischenzeitlich in den USA sogar so geyhpt, dass es zu Lieferengpässen kam. Hafermilch ist in aller Munde und aktuell eben auch in meinem – im tatsächlichen Sinne. Eine Premiere für mich.

oatly hafermilch mit kaffee

Photo by Madalyn Cox on Unsplash

Bisher landete nur Kuhmilch in meinem Müsli oder Kaffee, am liebsten Frischmilch direkt aus der Glasflache. Was zuerst auffällt, ist die Konsistenz. Hafermilch ist wässriger und sie hat eine leicht gelbliche Farbe. Sie schmeckt tatsächlich wie ein Mix aus Getreide und Wasser mit leicht süßlicher Note. Geschmacklich irgendwie etwas fade und für mich persönlich keine Alternative zur Kuhmilch, aber beschäftigen wir uns mal mit den Fakten.

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HAFERMILCH IST GUT FÜR DIE UMWELT UND EIN MILCHERSATZ FÜR ALLERGIKER

Die wachsende Beliebtheit von Hafermilch hängt auch mit dem zunehmenden Umweltbewusstsein sowie der Problematik der Massentierhaltung in der Milchproduktion zusammen. Tatsächlich hat das Getränk eine gute Umweltbilanz, denn der Hafer kommt meistens aus Deutschland und hat oft Bio-Qualität. Zudem ist es dank Vitamin B12, Mineralstoffen und Kalzium ein guter Milchersatz für Veganer sowie Menschen mit Laktoseintoleranz, Milcheiweiß-Allergie oder Sojaallergie. Für Zöliakie-Patienten und Menschen, die auf Gluten verzichten müssen oder wollen, ist der Drink jedoch nicht geeignet.

WIE WIRD HAFERMILCH HERGESTELLT UND WAS IST DRIN?

Hafermilch wird aus Haferkörnern hergestellt, die mit Wasser vermengt und gemahlen werden. Je nach Verfahren wird das Produkt noch fermentiert und anschließend homogenisiert sowie die festen Bestandteile herausgefiltert. Ein Abfallprodukt dieses Vorgangs ist zum Beispiel die ebenfalls essbare Kleie. Der Milch können Konservierungsmittel, Verdickungsmittel, Säuerungsmittel, Süßungsmittel, Salz oder und andere Würzmittel hinzugefügt werden und durch eine Ultrahocherhitzung kann sie haltbar gemacht werden, so dass man sie ungekühlt lagern kann.

hafermilch

©iStockphoto | carlosgaw

Hafermilch enthält mit einem Prozent deutlich weniger Fett als Kuhmilch, 100 Milliliter haben etwa 42 Kilokalorien. Zum Vergleich: 100 Milliliter Kuhmilch haben 64 beziehungsweise 49 Kilokalorien (fettarme Milch). Wahrscheinlich kennt ihr es schon von den Haferflocken im Müsli: Hafer enthält Ballaststoffe, die lange satt machen und sich positiv auf den Cholesterinspiegel und die Verdauung auswirken können. Diese können jedoch je nach industrieller Verarbeitung auch größtenteils verloren gehen.

HAFERMILCH SELBST MACHEN

Für eine selbstgemacht Hafermilch braucht ihr nur 50 Gramm Haferflocken und einen Liter Wasser sowie nach Belieben Salz, Zucker oder Honig. Die Zutaten werden miteinander vermengt und dann für mehrere Stunden eingeweicht. Dann wird die Masse püriert und die festen Bestandteile herausgefiltert. Dazu kannst du zum Beispiel ein Seihtuch oder ein Sieb verwenden. Die Rückstände sind aber ebenfalls zum Verzehr geeignet.

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Übrigens wird die Hafermilch nur umgangssprachlich so genannt, denn der Begriff Milch ist gesetzlich geschützt. Laut einer EU-Verordnung darf nur etwas als Milch bezeichnet werden, das durch Melken und ohne jeden Zusatz oder Entzug gewonnen wird. Die einzige Ausnahme ist Kokosmilch. Daher werdet ihr auf den Packungen und Etiketten immer Haferdrink lesen.

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Auch die Nussmilch ist eine gute Alternative für Allergiker und punktet mit vielen gesunden Inhaltsstoffen. Darf’s noch ein bisschen exotischer sein? Wie wäre es mit Yakmilch als Gesundheits-Booster? Während Laktose- und Glutenintoleranz inzwischen bekannt sind, sieht das mit der Histamin-Intoleranz anders aus. Wir klären auf, wie sich diese äußert und worauf Betroffene achten müssen.

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