Das Image von aluminiumhaltigen Deos ist ziemlich in Verruf gekommen. Doch gerade die heißen Temperaturen sind ein Härtetest für jedes Deodorant und trennen spürbar die Spreu vom Weizen. Ein Deo ohne Aluminium scheint aber häufig zu schwächeln? Wir zeigen Euch, mit welchen Beauty-Helfern Ihr auf der sicheren Seite seid ohne schwere Geschütze auffahren zu müssen.

Keiner will es, doch wir alle tun es: Schwitzen. Ob durch sommerliche Höchsttemperaturen, Aufregung oder Stress – unser Körper hilft uns einen kühlen Kopf zu bewahren. Dazu wird Körperwärme über den verdunstenden Schweiß ausgeleitet. Aluminiumhaltige Deos scheinen bei dieser Aufgabe ein Best-Buddy zu sein, doch das Leichtmetall steht stark in der Kritik. Es heisst es soll die Entstehung von Brustkrebs fördern oder Alzheimer potenziell begünstigen. Auch wenn der Zusammenhang bislang nicht eindeutig durch Studien belegt werden konnte: Wir verzichten wenn möglich gern.

Deo ohne Aluminium wird von Frau getragen die auf Stuhl sitzt und die Arme gehoben hat

© Photo by Jernej Graj on Unsplash

WIRKEN ALUMINIUMFREIE DEOS ÜBERHAUPT?

Zugegeben: Natürliche Alternativen entpuppen sich oftmals nicht unbedingt als Liebe auf den ersten Blick. Denn obwohl der Gedanke zu den natürlichen Inhaltsstoffen in Deodorants zunächst nur Gutes verspricht, zeigt sich die Wirkung oft leider lasch bis gar nicht. Wir finden, das ist kein guter Kompromiss! Schließlich möchten wir bedenkenlos zu Seidenblusen greifen oder uns spontane Begrüßungs-Umarmungen erlauben können. Das muss doch auch mit einem Deo ohne Aluminium möglich sein?

Wer vom gewohnten Alu-Deo umsteigt, merkt schnell, dass der Effekt ein anderer ist. Aber soweit keine Panik. Denn aluminiumfreie Deos setzen meist an anderer Stelle an und bauen keine Barriere vor die Schweißdrüsen, sondern versuchen die Lage unter Kontrolle zu bringen, indem sie den Schweißgeruch neutralisieren. Das gelingt ihnen auch gut, wenn man von den Erfahrungen mit den chemischen Duftbomben Abstand nimmt. Häufig ist das nämlich wirklich reine Gewohnheitssache. „Gut Ding will Weile haben“ – aber wenn sich der Körper erstmal umgestellt hat, klappt’s! 

ANTITRANSPIRANT ODER DEODORANT: DER NAME MACHT DEN UNTERSCHIED!

Sanfte Deo-Alternativen ohne Aluminium werden nicht selten verteufelt und als talentfrei in die Tonne geworfen. Doch an dieser Stelle lohnt es sich ein zweites Mal hinzuschauen und die Erwartungshaltung anzupassen. Habt Ihr ein Deodorant oder ein Antitranspirant in der Hand? Denn ein Antitranspirant möchte die Schweißbildung per se in Schach halten und ein feuchtes Gefühl unter den Achseln garnicht erst entstehen lassen. Dazu wird in der Regel auf die Verwendung von Aluminiumsalzen zurück gegriffen, um die Schweißdrüsen zu verengen und das Schwitzen zu unterdrücken.

Dahingehend ist es die – wohlgemerkt einzige! – Aufgabe eines Deodorants die Bakterienbildung zu unterbinden, damit keine unangenehmen Gerüche entstehen können. Schwitzen tut man trotzdem, es sorgt nur olfaktorisch nicht für Aufsehen.

Deo ohne Aluminium wird von dunkelhaariger Frau vor gelbem Hintergrund

© Photo by Rafaella Mendes Diniz on Unsplash

BIO GEHT NOCH EINEN SCHRITT WEITER

Wenn es nicht nur ein Deo ohne Aluminium, sondern komplett ohne schädliche Inhaltsstoffe sein soll, dann ist ein Bio-Deo vielleicht das Mittel Eurer Wahl! Aber auch für alle, die eine sensible Haut haben und auf die Verwendung von Alkohol mit Reizungen reagieren, lohnt sich der Blick ins Bio-Sortiment. Denn Deodorants, die sich als biologisch ausweisen, greifen auf rein pflanzliche Inhaltsstoffe und natürliche Mineralien zurück. Alles was als allergieauslösend, umweltschädigend, krebserregend oder bedenklich gilt, steht hier auf der roten Liste. Das Go bekommen hingegen natürliche Keimhemmer wie Salbei oder Melisse.

Deo ohne Aluminium vor gelber Wand und Blüten

© iStock

10 SEKUNDEN AUFWAND, STUNDENLANGER SCHUTZ – DIY DEO

Ihr wollt Euch wirklich absolut sicher sein, was in Eurem Deo steckt? Dann macht es doch einfach selbst. Alles was Ihr braucht sind 2 Zutaten und wenige Sekunden Zeit: That’s it! Ein kurzer Gang in Bad und Küche, um die Lieblings-Bodylotion und etwas Natron einzusammeln – dann kann es auch schon losgehen.

Ihr vermischt einen Teil feines Natronpulver mit zwei Teilen Hautcreme Eurer Wahl und Euer Deo ist direkt einsatzbereit. Wenn Ihr das selbstgemachte Gemisch in einen kleinen sauberen Glastiegel abfüllt, hält es sich auch gut. Bei Bedarf noch mal mit einem Spatel umrühren und eine erbsengroße Menge auf die Achseln auftragen. Einfacher geht es nicht!

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Ihr möchtest nicht nur in Sachen Deo auf Nummer sicher gehen, sondern legt viel Wert auf die inneren Werte? Dann schaut Euch doch unseren Artikel über natürliche Kosmetik an! Und auch, wenn Ihr eine grundsätzliche Ergänzung (oder sogar Alternative?) zum Deo sucht oder noch einmal alles aus dem verbleibenden Sommer raus holen möchtet, werdet Ihr hier fündig.

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