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Farbe zum Experimentieren

Tönen statt Färben: Alles zum Thema Haartönungen

Frauen lieben die Veränderung – fast 70% des schönen Geschlechts tauchen ihre Haare regelmäßig in eine neue Farbe. Wer keine langen Bindungen eingehen will, greift zur Tönung. Der auswaschbare Haar-Quicki macht kleine Experimente und kurzfristige Veränderungen spielend möglich. Sollte auf Eurem Kopf Farb-Langweile herrschen, erfahrt Ihr jetzt, worauf Ihr beim Tönen achten solltet.

Tönen oder Färben? Was ist der Unterschied?

Die große Frage nach der richtigen Farbbehandlung: Tönen oder Färben? Doch bei vielen hapert es schon bei der Definition. Eine Tönung ist die leichteste Form der Haarfärbung und ist im Gegensatz zu einer Coloration nicht permanent. Die Farbpigmente der Tönung lagern sich in der äußeren Schuppenschicht an, dringen aber nicht wie bei einer Coloration in die Haarfaser ein. Mit jedem Waschen verblasst die Farbe dementsprechend und verschwindet nach mehreren Wochen ganz. Das schafft weiche Farbverläufe, keine harten Ansätze und einen natürlichen Look.

Tönungen sind daher perfekt für eine Farbauffrischung, um den Naturton zu intensivieren oder um zu experimentieren.

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Haar-Trends tönen

Candy Hair, Mermaid Hair, Pumpkin Spice Latte – Tönungen machen diese Haar-Trends überhaupt erst möglich. Ob Rosa, Türkis oder Blau, die ungewöhnlichen Farben sorgen für Aufsehen und setzen Trends. Wer nicht zu tief in den Farbtopf greifen möchte, kann in seiner natürlichen Farbfamilie bleiben und einen Ton wählen, der die eigene Farbe besser hervorbringt. So entstehen schöne Farbreflexe und mehr Glanz.

Blondinen können das volle Farbspektrum genießen, denn jede Farbe kommt gut zur Geltung und mit dunklen Nuancen können tolle Typveränderungen geschaffen werden. Dunkelhaarige Typen haben es da leider nicht so einfach, denn Tönungen enthalten kein Oxidationsmittel und können dementsprechend die Haare nicht aufhellen. Das geht nur mit einer dauerhaften Blondierung.

 

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Am besten immer zum Profi

Grundsätzlich ist es immer ratsamer zum Profi zu gehen, denn für ein gutes Farbergebnis ist ein gleichmäßiger Auftrag wichtig. Außerdem kann der Friseur den Farbton individueller anpassen und nachträglich noch korrigieren – falls nötig.

Trotzdem ist das Angebot in der Drogerie so vielfältig, dass man auch gerne selbst Hand anlegt. Mit ein paar Tipps & Tricks ist das Tönen in Eigenregie eine kostengünstige und schnelle Variante für eine farbenfrohe Abwechslung.

Tipps & Tricks für optimale Ergebnisse

  • Die Einschätzung der eigenen Haarfarbe ist wichtig für das spätere Ergebnis. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Haare bereits gefärbt und unbehandelt sind. Wer beispielsweise aus dem Urlaub kommt und von der Sonne aufgehelltes Haar hat, darf nicht von seiner Naturhaarfarbe ausgehen. Die Einwirkzeit verkürzt sich dementsprechend.
  • Falls doch ein Farb-Unfall passiert, kann man mit einer Intensiv-Kur Schadensbegrenzung betreiben. Die Kur 30 Minuten einwirken lassen und anschließend die Haare mehrere Male mit einem Tiefenreinigungsshampoo waschen.
  • Die Tönung sollte immer dann aufgefrischt werden, wenn die Farbe beginnt zu verblassen. In der Regel sind das ca. 2 Wochen.
  • Lieber zu viel als zu wenig! Um ein gleichmäßiges Farbergebnis zu erzielen, braucht es ausreichend Tönung. Ab schulterlangem Haar sollten mindestens zwei Packungen der Wunschfarbe gekauft werden. Die Reserve wird direkt mitangemischt, damit kein Zeitverlust entsteht.
  • Damit die Farbe lange erhalten bleibt, sollten Haarpflege-Produkte für coloriertes Haar verwenden werden. Diese enthalten UV-Filter, die die Farbe vor dem Verblassen schützt.

Vorbereitung

  • Teppiche, eventuell Gardinen, Handtücher etc. vor Farbspritzern und -kleksen schützen.
  • Für gute Beleuchtung sorgen, damit der Auftrag gleichmäßiger wird.
  • Einmal-Handschuhe (für den Auftrag), Kamm (zum Verteilen der Farbe), Haarklammer (zum Hochstecken der Haare während der Einwirkzeit) und eine Uhr (um die Einwirkzeit im Auge zu behalten) bereitstellen.
  • Altes Handtuch über die Schultern legen oder ein altes T-Shirt anziehen, damit Haut und Kleidung vor der Farbe geschützt sind.
  • Um die Haare anzufeuchten, Wasser mit den Händen einmassieren oder mit einer Sprühflasche aufsprühen. Klitschnass sollten sie nicht sein!
  • Damit keine Farbunfälle am Haaransatz oder an den Ohren passieren, die Gesichtshaut rund um den Ansatz und die Ohren mit einer reichhaltigen Pflege eincremen. So kann man Farbklekse später einfach wegwischen.

Tönung auftragen

Von Hersteller zu Hersteller kann die Anwendung etwas variieren, grundsätzlich wird die Tönung aber auf das feuchte Haar aufgetragen und gleichmäßig mit dem Applikator verteilt. Wer lieber mit dem Pinsel arbeitet, sollte sich von Scheitel zu Scheitel vorarbeiten. Zum Schluss ist es empfehlenswert die Haare mit nochmal durchzukämmen, damit sich die Farbe optimal verteilt. Die angegebene Einwirkzeit beginnt erst, wenn die Tönung komplett aufgetragen ist – am besten einen Timer stellen.

Tönung auswaschen

Nach der Einwirkzeit werden die Haare gründlich mit lauwarmem Wasser ausgespült bis das Wasser klar ist. Für die Extraportion Pflege liegt meist ein Shampoo bei, mit dem die Haare nochmal gewaschen werden.

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Titelbild: ©Jefferson Palomique on Pexels