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Aus rau wird geschmeidig

SOS-Tipps bei Reibeisenhaut

Wer unter Reibeisenhaut leidet, kennt das Problem: An den Oberarmen, den Innen- und Außenseiten der Oberschenkel, am Po oder an den Wangen bilden sich kleine Pickelchen, die die Haut rau und uneben erscheinen lassen – wie ein Reibeisen. Wir klären die Ursachen und geben Tipps für eine Verbesserung Eurer Hautstruktur.

Was ist Reibeisenhaut?

Keratosis Pilaris, die sogenannte Reibeisenhaut, ist eine Verhornungsstörung der Haarfollikel. Genauer gesagt: An den Haarfollikeln sammelt sich zu viel Keratin an, das die Talgdrüsen verstopft und diese entzündet. Das hat zur Folge, dass sich die Hautzellen verhärten und zahlreiche Pickelchen entstehen. Die Haut fühlt sich dadurch rau und trocken an, sieht gerötet und ungleichmäßig aus.

Wo kann Reibeisenhaut auftreten?

In den meisten Fällen kommt Reibeisenhaut an den Außenseiten der Oberarme vor. Fast jeder zweite Erwachsene ist von diesem rein kosmetischen Problem betroffen. Neben den Oberarmen kann Keratosis Pilaris auch an den Innen- und Außenseiten der Oberschenkel, dem Po, im Gesicht oder am Hals auftreten. Besonders im Winter und bei trockener Luft können die Ausprägungen stärker werden. Im Sommer hingegen verschwinden die Anzeichen von Reibeisenhaut manchmal komplett, weil die Haut viel Feuchtigkeit und Luft bekommt.

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Was hilft bei Reibeisenhaut?

Die schlechte Nachricht zu erst: Gegen Reibeisenhaut gibt es leider noch keine effektive Behandlung bzw. eine wirksame Heilmethode. Allerdings kann man die Ausprägungen lindern!

Meersalz
Meersalz soll bewiesenermaßen einen positiven Einfluss auf Reibeisenhaut haben. Als Peeling löst es abgestorbene Hautschüppchen, macht die Haut glatt und pflegt sie. Auch Badesalz ist empfehlenswert, weil es zusätzlich auch dem Rest des Körpers gut tut.

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©BeyzaSultanDURNA on iStock

Peelings
Regelmäßiges Peelen der betroffenen Stellen verbessert die Haut sichtbar und ist essentiell für eine ebenmäßige Hautstruktur. Insbesondere Peelings mit Salicylsäure oder Fruchtsäure lösen verhornte Hautschüppchen und gehen bis in die Talgdrüsen, um Verstopfungen zu beseitigen.

Feuchtigkeit
Die verhornte Haut muss wieder weich gemacht werden – und das täglich. Das erreichen wir mit einer speziellen Pflege, die der Haut viel Feuchtigkeit zukommen lässt. Besonders Produkte mit Urea (Harnstoff) pflegen Reibeisenhaut und verbessern das Hautgefühl. Auch Bodylotions mit Salicylsäure wirken entzündungshemmend und feuchtigkeitsspendend, genauso wie Nachtkerzenöl.

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Damit die Haut nicht nur von Außen, sondern auch von innen mit Feuchtigkeit versorgt wird, sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von ca. 2 Litern geachtet werden.

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©Mathilde Langevin on Unsplash

Öle
Kokosöl, Argan- oder Olivenöl enthalten viel wertvolles Vitamin E, das die Haut geschmeidig pflegt, antibakteriell wirkt und den natürlichen Heilungsprozess der Haut anregt. Generell sind die Vitamine A und E treue Begleiter für eine gute Hautbeschaffenheit.

Was man nicht machen sollte

Bei Reibeisenhaut sollte man auf Inhaltsstoffe wie künstliche Parfumstoffe, Silikone, Farbstoffe und Konservierungsstoffe verzichten.

Das Abkratzen der verhornten Stellen bringt wenig und reizt die Haut nur noch mehr. Von aggressiven Mitteln oder anderen Techniken ist ebenfalls abzuraten, weil sie zu Narben und einem Ungleichgewicht der Haut führen können.

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Wie oben schon erwähnt, sind Öle in der Beauty eine echte Wunderwaffe für die Gesichts- und Hautpflege. Speziell sensible Haut und empfindliche Haut brauchen eine besondere Pflege, die auf die Hautbedürfnisse abgestimmt ist.

Titelbild: ©Romina Farias on Unsplash