Ein voller Kleiderschrank, aber nichts zum Anziehen?! Dann ist es an der Zeit, Euch einen Überblick zu verschaffen, neu zu sortieren und sich zu trennen. Ja, auch der krasseste Modemessie muss irgendwann Abschied nehmen: Vom Plüschmantel, an dem noch das Preisschild hängt. Von der Jeans, die schon seit drei Jahren zu klein ist und bleiben wird. Von der gerüschten Leopardenbluse, die an Kate Moss auf Instagram fabelhaft aussah, aber an einem selbst herab hängt wie ein Sofabezug einer verruchten Bar. Wir geben Euch Tipps, wie Ihre Euren Kleiderschrank richtig ausmisten könnt.

Nein, liebe Modemädels, so manches Teil müsst Ihr nicht mehr (be)hüten. Wie Ihr herausfindet, was weg kann, ist recht simpel. Kleiderschrank komplett ausräumen. Kleidung auf Bett, Couch und Esstisch nach Segment (Oberteile, Unterteile, Kleider, Unterwäsche, etc.) sortieren und jedes Textil nach folgenden Kriterien prüfen.

kleiderstange

Photo by Alyssa Strohmann on Unsplash

KLEIDERSCHRANK AUSMISTEN – SO GEHT’S

a) Teil länger als ein Jahr nicht getragen? Und Tschüss, denn auch künftig nimmt’s im Kleiderschrank nur Platz weg.

b) Kleidungsstück passt nicht? Raus mit ihm, denn Ihr werdet – und da müsst Ihr ehrlich sein – die Figur nie ans Kleidungsstück anpassen. Die Jeans, die schon drei Jahre nicht passt, frustet Euch nur.

c) Am Modell hängt immer noch das Preisschild? Klassischer Fehlkauf.

d) Style-Check für Pulli & Co: Es gibt Klamotten, die haben wir vor einigen Saisons oft getragen, aber in den letzten Monaten haben sie kaum das Tageslicht gesehen. Fragt Euch, woran das liegt: Kleidet mich das Teil nicht mehr vorteilhaft? Habe ich einfach keinen Gefallen mehr daran? Ist es „out of fashion“? Ja? Dann verabschiedet Euch davon.

e) Lieblingslooks finden: Ihr seid mit dem großen Klamottenberg überfordert und fühlt Euch unsicher, welche Teilchen vielleicht bald wieder trendy sind, oder wozu Ihr sie noch kombinieren könnt? Kein Problem! Klickt Euch durch BEAUTYPUNK: Wir zeigen Euch die kommenden Trends. Schnappt Euch ein Modemagazin und reißt Looks heraus, die Euch gefallen. Orientiert Euch an Stylings von Promis und Influencern. Lasst nun Euren Blick über den Klamottenberg wandern mit dem Filter „Was würde mein Stil-Vorbild tragen / was nicht“. Dieser Gedanke ist eine gute Entscheidungshilfe.

WOHIN MIT DER AUSSORTIERTEN KLEIDUNG?

Teile, die Ihr ohne langes Grübeln weggeben möchtet, könnt Ihr auf einen Stapel legen. Kleidung, die noch gut erhalten ist, könnt Ihr auf einem Trödelmarkt oder online verkaufen. Oder organisiert eine Tauschparty mit Freundinnen. Noch besser: Ab damit zur Flüchtlingshilfe!

stuhl mit einem stapel pullover

Photo by rocknwool on Unsplash

NEUANFANG IM KLEIDERSCHRANK

Nun habt Ihr das Schlimmste schon überstanden. Damit Ihr es Euch nicht noch mal anders überlegt, schafft die Altkleider sofort aus dem Haus. Altkleider gehören in den Container, Aussortiertes für Trödelmarkt, Kleidertauschparty oder Bedürftige könnt Ihr – mit Mottenpapier versehen – auf dem Dachboden oder im Keller deponieren. Nun habt Ihr Platz genug, um den Kleiderschrank wieder einzuräumen. Ob Ihr dabei nach Farben, Stimmungen oder Anlässen sortiert, ist Euch überlassen. Eine Sortierung nach Farben wirkt am ordentlichsten. Extratipps? Et voilà:

  • Schafft Euch für kleine Teile wie Strumpfhosen-Boxen an, so vermeidet Ihr Chaos.
  • Stapel klein halten, sonst ist die Wühl-Gefahr zu hoch.
  • Gürtel rollen und in eine Box packen.
  • Kleider, die Ihr nur selten tragt, könnt Ihr falten.
  • Stoffhosen gehören auf einen Hosenbügel.
  • Um Platz zu sparen, könnt Ihr Clutches und andere kleine Taschen in eine XXL-Bag legen.

UND JETZT: SHOPPEN?

Als waschechte Fashionista juckt es Euch natürlich schon in den Fingern, die nächste Shoppingtour steht an. Aber Mädels, Vorsicht: Unüberlegt loszurennen macht wenig Sinn und füttert den Schrank mit Fehlkäufen. Überlegt, was Ihr wirklich braucht und auf welchen Saisontrend Ihr Lust habt. Schaut Euch den Inhalt Eures frisch umgestylten Kleiderschranks genau an und prüft, welche Teile Ihr noch braucht, um eine neue Kombination zu kreieren.

Affiliate

Mein Tipp zum Schluss: Investiert in hochwertige Basics (Boyfriend-Jeans, schwarzer Blazer, Trenchcoat etc.) – das macht auf Dauer glücklicher. Fashion-Abenteuer, die nur eine Saison andauern, oder kunterbunte Urlaubsoutfits dürfen preiswert sein. Sie fallen wahrscheinlich der nächsten Kleiderschrank-Entrümpelungs-Aktion zum Opfer. So ist es eben, das Modeleben.

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