Frausein macht nicht immer Spaß, besonders in den Tagen vor den Tagen nicht. Acht von zehn Frauen leiden unter dem Prämenstruellen Syndrom (PMS). Wenn die Hormone verrücktspielen, kann sich das negativ auf den Körper und die Seele auswirken. Wir kennen die häufigsten Symptome bei PMS und wissen, was dagegen hilft. 

Vielleicht habt Ihr es selbst schon mal bemerkt: Ein bis zwei Wochen vor der Menstruation schwellen die Brüste an und schmerzen bei Berührung. Ihr seid gereizt und schlecht drauf, die Tränen kullern schon bei Kleinigkeiten. Vielleicht fühlt Ihr Euch aber auch aufgebläht, schlapp und habt öfter Kopfweh? PMS äußert sich – so sagen die Fachleute – mit über 100 verschiedenen Symptomen und ist sehr individuell von Frau zu Frau anders zu betrachten und zu bewerten. So unterschiedlich die Ausprägungen auch sein mögen, eines haben PMS-Betroffene gemeinsam: Die Beschwerden klingen am ersten oder zweiten Tag der Periode ab. Verantwortlich für die körperlichen und psychischen „Störungen“ – so wird vermutet – sind die Geschlechtshormone, die unseren Zyklus steuern. Selbst unter der Pille verspüren einige wenige Frauen Beschwerden, die PMS ähneln. Gegen das natürliche Auf und Ab der Hormone sollte Frau nichts Medizinisches tun, sondern lernen, damit umzugehen und die Symptome von PMS zu lindern. Sprecht Eure Gynäkologin darauf an, sie hat Erfahrung und kann Euch gute Tipps geben. Auch wir haben ein paar Vorschläge, wie Ihr die nervigen PMS-Leiden mindern könnt.

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BEWUSSTE ERNÄHRUNG GEGEN HEISSHUNGER-ATTACKEN 
In den Tagen vor der Regel sollten alle, die unter PMS leiden, ganz bewusst darauf achten, was sie essen. Eine mineralstoffreiche Ernährung mit reichlich Calcium und Magnesium wirkt sich positiv bei Muskelkrämpfen, Wassereinlagerungen, Heißhunger und Stimmungsschwankungen aus. Calcium ist in Milchprodukten enthalten, Magnesium liefern Haferkleie, Kürbiskerne und Nüsse. Bitte diätet vor der Periode nicht! Das stresst Euren Körper und zehrt aus! Achtet auf einen ausgewogenen Speiseplan mit guten Kohlehydraten – sie sollen gegen PMS wirken.

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TEETRINKEN GEGEN BAUCHSCHMERZEN 
Völlegefühl, Bauchweh und Krämpfe können sich schon vor der Menstruation unangenehm bemerkbar machen. Was hilft? Kräutertees. Bewährt hat sich die Mischung „Fenchel-Anis-Kümmel“, aber auch Kamille und Pfefferminz lindern die Beschwerden. Statt kohlensäurehaltigem Wasser besser stilles trinken, damit keine zusätzliche Gasbildung im Darm entsteht, die den Bauch aufbläht. Bei Bauchkrämpfen hilft eine Wärmflasche, aber auch moderate Bewegung und gezielte Yogaübungen gegen PMS sind jetzt wohltuend.

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HILFE AUS DER NATUR BEI SCHMERZEN IN DEN BRÜSTEN 
Die Brüste verändern sich während des Zyklus. Ca. ein bis zwei Wochen vor der Monatsblutung kann ein Überschuss des Hormons Östrogen zu schmerzenden, schweren Brüsten führen. Die Brüste werden stärker durchblutet. So kann ein Dehnungsschmerz entstehen, der es nahezu unmöglich macht, einen BH zu tragen. Die Brust ist hochempfindlich und reagiert schnell mit Schmerz auf Berührungen. Was jetzt hilft, ist ein Kraut namens Mönchspfeffer in Form von Tabletten oder Tee. Wer regelmäßig Mönchspfeffer einnimmt – so raten Apotheker und Frauenärzte – sorgt dafür, dass die Hormone wieder ausbalanciert werden und mindert so die Brustschmerzen.

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BADEN GEGEN VERSPANNUNGEN 
Vielen Frauen tut vor der Periode gefühlt jeder Muskel weh. Verspannungen im Nacken und im Bereich der Lendenwirbel sind nicht nur schmerzhaft, sondern können der Grund für Fehlhaltungen sein, die die Schmerzen nur noch verschlimmern. Darum ist es wichtig, bei den ersten Anzeichen von Verspannungen zu reagieren. Gezielte Dehn-/Lockerungsübungen helfen, die verhärtete Muskulatur wieder elastisch zu machen. Wannenbäder sind eine Wohltat und lassen die Muskeln entspannen. Als Tipp on top empfehle ich Euch einen Badezusatz mit Lavendel, Melisse, Hopfen, Baldrian oder Sandelholz – der Duft der ätherischen Öle bringt Euch zur Ruhe und entstresst.

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BEWEGUNG GEGEN WASSEREINLAGERUNGEN 
Bewegung ist immer gut! Da gibt es keinen Zweifel. Ein Spaziergang, leichtes Walken oder moderates Joggen bringt den Kreislauf in Schwung, baut Stress ab und produziert Glückshormone. Außerdem regt Bewegung den Lymphfluss an und fördert die Durchblutung. Sich zu bewegen hilft auch gegen schwere Beine und dicke Füße, die durch Wassereinlagerungen vor der Periode entstehen können. Kühlende Gele und Lotions für geschwollene Beine und Füße mit Rosskastanie, Rosmarin, Minze und Eukalyptus sind besonders jetzt im Sommer erfrischend und wohltuend.

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AUSGLEICHENDE PFLEGE GEGEN HAUTUNREINHEITEN 
Vor der Periode sprießen bei vielen Frauen die Pickel und Mitesser. Grund dafür ist die verstärkte – durch Hormone ausgelöste – Talgbildung. Ungesunde, fetthaltige und zuckersüße Ernährung begünstigt die Hautunreinheiten. Wer sich vor den Tagen einen reinen Teint wünscht, sollte seine Gesichtspflege in dieser Zeit an die neue Situation anpassen. Wie? Mit entzündungshemmendem Gesichtswasser, einer mattierenden Tagescreme, einem Anti-Pickel-Stick und einer klärenden Maske lassen sich Unreinheiten gut bekämpfen.

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SCHÖNES TUN GEGEN STIMMUNGSSCHWANKUNGEN 
Wer in der zweiten Zyklushälfte unter Traurigkeit, Gereiztheit, Ängstlichkeit und Müdigkeit leidet, hat es wirklich nicht leicht, denn gegen die körperlichen Erscheinungsweisen von PMS gibt es viel mehr Mittelchen als gegen die seelischen. Vermeintlich „ohne Grund“ so richtig neben der Spur zu sein, ist kein schönes Gefühl. Wer aber weiß, dass ihm ein Stimmungstief droht und was es auslöst, kann damit gelassener umgehen und aktiv versuchen, gegenzusteuern. Manche Frauen ziehen sich in der Zeit lieber mit einem guten Buch oder einer Serie zurück. Andere suchen die Nähe zu Freunden und Familie, unternehmen gerne etwas und sind auch körperlich aktiv. Was Eure Stimmung bessert, könnt Ihr selbst herausfinden, und dann solltet Ihr Euch die Zeit für diese Erlebnisse, Events und Momente auch nehmen. Macht Euch bewusst: Kein Mensch ist eine Maschine. Vergleicht Euch nicht mit Frauen, die vermeintlich perfekt und PMS-frei sind. Bleibt ganz bei Euch, hört auf Euren Körper und Eure Seele. Nehmt die lästigen Symptome als Teil Eurer Lebenssituation und Eurer Persönlichkeit an. Gelingt das, ist schon viel gewonnen.

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WICHTIGER HINWEIS
Dieser Artikel enthält allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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