VOX setzt in seinem Entertainment-Angebot bekanntlich gerne auf Fashion-Themen. Bei allem „Schrankalarm“ voll „Tüll und Tränen“ belegt Everybody’s Darling Guido Maria Kretschmer – im Hauptberuf für das Küren diverser Shopping-Queens verantwortlich – dabei den meisten Sendeplatz. Nun ist gerade die erste (und vielleicht einzige) Ausgabe seiner „Masterclass“ zu Ende gegangen.

Vorbilder zu dem Format, in dem zwischen all dem medialen Modegewusel endlich mal wieder die im Vordergrund stehen, die für die Kreationen verantwortlich sind – nämlich die Designer – gab es sogar im deutschen Privatfernsehen bereits genug: Von Philipp Pleins „Fashion and Fame“ 2011 bis „Fashion Hero“ mit Claudia Schiffer 2013. Vor allem bei letzterer fragt man sich bis heute, warum Pro7 die Sendung nicht fort- bzw. regelrecht abgesetzt hat. Mit dabei im Finale waren damals immerhin u.a. Marcel Ostertag und Tim Labenda!

Doch zurück zu „Guidos Masterclass“: Gewonnen hat das 50.000 Euro-schwere Stipendium inklusive zwölfmonatigem Guido-Coaching und einer Fotostrecke in der deutschen Vogue schließlich der ur-sympathische Laurent Hermann Progin. Der Nachwuchsdesigner aus der Schweiz hat sich in sechs (teilweise ziemlich dröge in Szene gesetzten) Folgen der VOX-Show gegen insgesamt elf Konkurrenten durchgesetzt. Im Finale sollten er und seine letzten beiden und nicht minder talentierten Mitstreiter Robin Rau und Denis Goec eine ganz persönliche Kollektion aus drei Teilen entwerfen und dabei einen ganz persönlichen Ausdruck finden. So weit, so reichend.

Alle drei Kollektionen wurden am Ende in kleinen Defilees vorgestellt. Die Jury des Finales war prominent besetzt und bestand aus Schauspielerin Iris Berben, Anita Tillmann (Chefin der Berliner Modemesse Premium) und Joachim Schirrmacher (u.a. Initiator des European Fashion Award FASH in Berlin). Schon in den Sendungen zuvor waren Wolfgang Joop, Bent Angelo Jensen und Palina Rojinski und Vogue-Chefredakteurin Christiane Arp zu Gast. 

Am Ende gewann der Schweizer Laurent, der nach seinem Studium bereits ein Praktikum bei Jean Paul Gaultier in Paris absolvieren konnte, mit seiner Idee einer Trachten-Couture – inspiriert von den Erinnerungen an sein Heimatland.  Guido Maria Kretschmer wird ihm nun für ein Jahr lang mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Dieses Jahr mit Guido ist für einen Jungdesigner von unschätzbarem Wert und ich freue mich sehr darauf, auch meinen Platz in dem großen und vielfältigen Modegeschehen genauer zu definieren“, erklärt der junge Designer. „Die Aufgaben an sich waren alle sehr unterschiedlich. Ich denke, generell die größte Herausforderung war es, unter Zeitdruck sowie unter stetiger Beobachtung der Kameras zu arbeiten. Was man vielleicht als Außenstehender komplett unterschätzt, ist, dass der kreative Prozess nicht auf Knopfdruck passiert“, resümiert Progin nach dem Finale. Inspiration sei nicht zwangsläufig etwas, was einem auf Knopfdruck befällt. „Man hat auch Momente, in denen man sich zurückziehen muss, um in Ruhe nachzudenken und das ist natürlich mit den gegebenen Umständen einer Fernsehsendung sehr schwierig“, so Progin. Man hat es ihm aber beim Zuschauen jedoch nicht angesehen. Spannend wäre es vielleicht aber gewesen.

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