Heavy Metallic

[dropcap size=big]B[/dropcap]ereits letztes Jahr waren die Metallic Colors im Trend – und auch in diesem Frühjahr und Sommer heißt es: Let it shine! Bei den Fashion Shows sorgten Outfits und Accessoires in Metalltönen für besondere, glänzende Highlights: Tom Ford setzte eher auf Disco-Style, Richard Nicoll beispielsweise erinnerte mit seinen Entwürfen an die Zeit der 90er und 2000er. Metallic Colors beschränken sich dabei jedoch nicht nur auf die typischen Töne Gold und Silber, sondern beziehen sich auch auf glänzende Pastellfarben wie Rosé oder Türkis – wunderschöne, ungewöhnliche Töne, die gerade im Frühling ideal sind. Teile in Edelmetall-Farben gehören normalerweise nicht zur persönlichen Standard-Garderobe – doch eine Investition lohnt sich auf jeden Fall!

In the Spotlight
Wer Metallic-Farben trägt, wird mit Sicherheit die Aufmerksamkeit auf sich ziehen – nicht umsonst zeigten schon in der Antike Könige und Krieger mit ihren edlen Metallen Stärke und Reichtum. Nachdem in den 2000er-Jahren besonders futuristische Silbermode im Trend war, entdeckten Beauty und Fashion die schönen Schimmertöne im letzten Jahr wieder. Diese Saison zeigt sich der Trend über die gesamte Textilpalette: Skinny Jeans glitzern zum Beispiel wie mit Gold bestäubt, metallfarbene Muster und Prints werden oft auf Pullovern entdeckt. Klar ist: Dieser Look steht im Gegensatz zum Natur-Look mit seinen natürlichen Materialien und gedeckten Farben. Das Thema Nachhaltigkeit wird hier jedoch auf seine ganz eigene Weise interpretiert: Edelmetalle stehen zwar für Glamour und Luxus, sind jedoch von Dauer, glänzen bei guter Qualität und richtiger Behandlung auch in vielen Jahren noch. Diese Werte – Beständigkeit und Langlebigkeit – finden zunehmend Bedeutung in der Gesellschaft.

©Very

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Metalle für alle – clever kombiniert
Selbst Promis müssen Acht geben, dass es nach einem Auftritt im Metallic-Look nicht Stilkritik wegen eines Outfits „over the top“ hagelt – deshalb sollten diejenigen ohne Red-Carpet-Status erst recht auf dem Teppich bleiben. Metallic-Mode ist derart auffällig, dass sich beim Rest des Outfits und beim Styling in Understatement geübt werden sollte. Hierfür werden Metallic-Elemente mit Basics in neutralen und gedeckten Farben kombiniert und für einen lässigen Look z.B. mit Denim getragen. Applikationen, Manschetten, Stickereien und abgesetzten Krägen sorgen für einzelne Highlights. Bei den aktuellen Fashion Weeks zeigten die Designer viele Beispiele, wie sich die Metallics kombinieren lassen: Julien Fourné beispielsweise stylte den Hingucker-Bleistiftrock in mattem Gold mit einem Twinset in Grau, Bordeaux und Türkis, den türkisen Metallicblazer, für den frau schon etwas Mut braucht, kombinierte er mit sommerlichem Maxirock in passendem Türkis und Bordeaux. Absolutes Must-have jedes Models: Goldene Slingpumps.

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©Long Tall Sally

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Einzelne Akzente
Wer sich lieber vorsichtig an den Metallic-Trend herantasten möchte, kann erst einmal in glänzende Pumps oder auch sportliche Chucks schlüpfen. Da trifft es sich gut, dass Schuhe mit kühlem Metallic-Schimmer diese Saison besonders angesagt sind! Auch eine Handtasche verleiht dem Outfit einen Hauch kühlen Glamour, beispielsweise als silberne Clutch zum smaragdgrünen Mantel oder zur kobaltblauen Hose. Bei mehr Metallic sollte sich bei Haar und Make-up entsprechend zurückgenommen werden – offenes Haar oder ein eleganter Sleek-Pferdeschwanz garantieren, dass dem Outfit nicht die Show gestohlen wird. Beim Make-up bieten sich die trendigen Metallic Eyeshadows an: Wer sich beim Outfit zurückgehalten hat, kann die Augen dafür in auffälligen Metallic-Tönen strahlen lassen. Dezenter ist ein goldener oder silberner, leicht geschwungener Lidstrich oder Glitzerpartikel auf den Lidern.

Quelle: fashionpress.de