Locken rocken! Aber: Die widerspenstigen Wellen zu bändigen ist oft ganz schön mühsam. Die Curly Girl Methode verspricht seidig-glänzende Haare, die perfekt in Form bleiben. Klingt verlockend, oder? 😉 Wir verraten Euch, wie das funktioniert.

Mädels mit Waves kennen das Problem: Entweder wirken die Haare frizzy oder die Löckchen hängen sich nach kurzer Zeit wieder aus. Das Curly Girl greift deshalb zum Glättenden, um ihre Mähne zu zähmen. Egal ob leichte Wellen, Korkenzieherlocken oder Afro Hair – dank der Curly Girl Methode „springen“ Eure Locken in ihren natürlichen Zustand.

WAS IST DIE CURLY GIRL METHODE?

Gesund, glänzend und gelockt – traumhaft schöne Haare zaubert Ihr Euch mit der richtigen Pflege und der Umstellung Eurer Haar-Routine. Das heißt: Glätteeisen, Föhn und Bürste haben erstmal Pause. Denn Eure Mähne mag Hitze und Co. gar nicht gerne, das trocknet sie zusätzlich aus. Wellen haben eine andere Struktur als glatte Haare und benötigen aufgrund ihrer geschwungenen Form deshalb noch mehr Feuchtigkeit als Nicht-Curlys.

Das Prinzip der Curly Girl Methode: Ihr gebt Euren Waves ab jetzt nur noch das, was sie brauchen. Das heißt: Ihr führt ihnen Feuchtigkeit zu, anstatt sie ihnen z.B. durch Föhnen zu entziehen, Ihr kämmt sie nicht glatt, sondern knetet sie in ihre natürliche Form. Außerdem wichtig für schöne Locken: Setzt auf natürliche Haarpflegeprodukte ohne Silikone und anionische Tenside. Silikone legen sich über Eure Haarschicht, sodass Eure Mähne keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann und noch trockener wird. Anionische Sulfate gehören zu den aggressiven Tensiden und können Eure Kopfhaut austrocknen. Viele Curly Girls pflegen Ihre Haare mit der „No-Poo“ Methode, nutzen also gar kein Shampoo oder greifen auf Shampoo Bars mit wenigen, pflegenden Inhaltsstoffen zurück.

 

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DIE CURLY GIRL METHODE: STEP-BY-STEP ERKLÄRT

Schritt 1: Der Ansatz der Curly Girl Methode: Ihr gebt Euren lockigen Haaren genau die extra Portion Feuchtigkeit, die sie brauchen – mit Conditioner. Heißt: Ihr wascht Eure Haare mit der Haarspülung, weil diese mehr hydratisierende Inhaltsstoffe enthält und Eurer Mähne so noch mehr Glanz und den ultimativen Pflegekick schenkt. Der Conditioner wird ebenfalls in die Kopfhaut einmassiert – wie Euer Shampoo. Achtet darauf, dass Ihr einen besonders leichten, nicht zu reichhaltigen Conditioner verwendet. Nehmt dazu eine haselnussgroße Menge Conditoner und massiert sie sanft mit den Fingern nur auf der Kopfhaut ein. Spült alles aus und wiederholt das Ganze ein zweites mal. Übrigens: Haare waschen mit Conditioner wird auch „Co-Washing“ genannt.

 

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SHAMPOO BARS UND MILDES SHAMPOO FÜR SCHÖNE WELLEN

Ihr möchtet nicht auf Euer Shampoo verzichten? Dann greift statt zu flüssigem Shampoo zu einer Shampoo Seife! Shampoo Seifen oder sogenannte Shampoo Bars enthalten eine leichte Überfettung (in der Regel zwischen 1 und 5 Prozent) – diese sorgt dafür, dass Eure Haare genug wertvolle Pflege bekommen. Wenn Ihr Shampoo Seifen ausprobieren wollt, solltet Ihr mit einem festen Shampoo einsteigen, das eine sehr geringe Überfettung besitzt. Wichtig: die Shampoo Seife muss sehr gründlich ausgespült werden. Ihr könnt gar nicht ohne Shampoo? Dann entscheidet Euch für ein mildes, möglichst wenig schäumendes Shampoo.

Schritt 2: Noch mehr Pflegepower, please! Nun gebt Ihr eine nährende Spülung in Eurer Haar. Bei der Curly Girl Methode nach Lorraine Massey, die als DIE Lockenexpertin gilt und Autorin des Buches „Schöne Locken: das Handbuch“ ist, wird auch die Bürste aus dem Badezimmer verbannt. Stattdessen verteilt Ihr die Pflegespülung mit einem grobzinkigen Kamm im nassen Haar und spart dabei die Ansätze aus.

Kleine Knötchen in den Haaren könnt Ihr auch mit den Fingern entwirren. Anschließend streicht Ihr Eure Haare mit gefalteten Händen glatt („Praying Hands“) und arbeitet die Haarspülung mit knetenden Bewegungen von unten in Eure Mähne ein – je krauser Euer Haar ist, umso mehr Pflegespülung benötigt Ihr. Spült sie zum Schluss mit viel kaltem Wasser wieder aus – oder lasst ein wenig drin. Zusätzlich kann ein Leave-in Produkt für noch mehr Glanz sorgen.

 

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Schritt 3: Jetzt stylt Ihr Eure Haare nach der Curly Girl Methode! Knetet im nächsten Step dazu ein möglichst natürliches Haargel in Eure nassen Haare – einige Curly Girls stellen sich auch selbst Leinsamengel her, indem sie Leinsamen mit Wasser aufkochen und es anschließend absieben.

Es schließt die Schuppenschicht und speichert so die Feuchtigkeit in den Haaren. Außerdem sorgt es für guten Halt und verhindert Frizz. Lasst Eure Haare jetzt komplett trocknen und knetet den entstandenen, harten Gelcast später einfach auf. Es entsteht kein Gelcast? Dann solltet Ihr beim nächsten Mal etwas mehr Haargel verwenden.

Schritt 4: Lasst Eure Mähne für wunderschöne Curls an der Luft trocknen. Indem Ihr Eure Haare mit einem Froteehandtuch und im Anschluss noch mit einem Föhn trocknet, nehmt Ihr Euren Locken ihre schöne, natürliche Form – denn so wird ihnen noch mehr Feuchtigkeit entzogen. Durch das Trockenreiben mit dem Handtuch wird die empfindliche Haaroberfläche aufgeraut. Die Folge: Eure Locken sehen frizzy aus.

Im nächsten Step drückt Ihr Eure nassen Haare aus. Auswringen und glatt ziehen ist jetzt verboten! Warum? Eure Locken möchten in ihre natürliche Form „springen“. Viel lieber mögen es Eure Löckchen, wenn sie schon beim Trocknen in Form geknetet werden. Das heißt für Euch: Ihr drückt Eure nassen Haare aus, indem ihr sie immer wieder hochknetet. So hängen sich die schönen Löckchen, die ihr gerade kreiert habt, nicht wieder aus. Am besten ist es, wenn Ihr entweder ein Baumwoll-T-Shirt oder ein Microfaserhandtuch zum Trocknen Eurer Haare benutzt.

Jetzt einfach an der Luft trocknen lassen. Einen Föhn benötigt Ihr für die Curly Girl Methode nicht. Ihr habt es doch mal eilig? Wenn Ihr einen Diffuser-Aufsatz für Euren Föhn habt, könnt Ihr Eure Haare in der Kaltstufe trocknen. Weil Eure Wellen so einzigartig sind wie Ihr selbst, wandelt die Curly Girl Methode so ab, wie sie für Eure Haare am besten passt. Und dann heißt es finally: Hallo Traumlocken!

 

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Ihr möchtet auch in der heißen Jahreszeit mit einer glänzenden Mähne punkten? Wir verraten Euch, wie Eure Haare im Sommer gesund bleiben – dank UV-Schutz, Haaröl und Feuchtigkeitspflege. Lust auf Beachhair, das wie von der Sonne geküsst aussieht? Hair Brighteining hellt Eure Haare ganz natürlich auf. Wer seinem Schopf mal eine Pause von Stylingprodukten gönnen möchte, probiert Noo Poo – wir haben das Experiment gewagt und einen Monat auf Shampoo und Co. verzichtet.

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