Geschmeidig, glatt und glänzend – so wünschen wir uns unser Haar! Wäre da nicht der Frizz, der uns gerne mal einen Strich durch die Rechnung macht. Nicht nur im Winter bei trockener Heizungsluft fängt das große Krisseln an, sondern auch im Sommer bei Sonne, Klimaanlagen und hoher Luftfeuchtigkeit. Zum Glück gibt es einige Tipps und Tricks, die der struppigen Mähne ein Ende bereiten sollen.

„Frizz“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „kräuseln“. Dieser unerwünschte Effekt tritt auf, wenn dem Haar Feuchtigkeit fehlt, zum Beispiel durch trockene Luft, Colorationen oder Styling-Hitze – das Haar verliert an Elastizität, die Oberfläche wird trocken, rau und widerspenstig. Bekommt das Haar dann im Gegenzug von außen zu viel Feuchtigkeit ab, durch Regen oder eine hohe Luftfeuchtigkeit, quillt es auf und kräuselt sich ebenfalls. Lockiges Haar ist besonders anfällig für Frizz, weil es von Natur aus schon trockener ist als glattes.

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FRIZZ VORBEUGEN

Damit Frizz gar nicht erst entstehen kann, sollte man gute Vorarbeit leisten. Wichtig ist dabei, das Haar vor dem Austrocknen zu schützen …

WASCHEN, ABER RICHTIG 
… und damit fängt man schon bei der Haarwäsche an. Im Kampf gegen Frizz kommt es vor allem auf die Häufigkeit des Haarewaschens sowie auf das richtige Shampoo an. Idealerweise wäscht man das Haar nur jeden zweiten oder noch besser nur jeden dritten Tag – so sorgt man dafür, dass die natürlichen Öle, die das Haar vor dem Austrocknen schützen sollen, nicht verloren gehen. Zum Waschen sollte man Shampoo und -conditioner verwenden, die pflegende Öle, Ceramide und Aminosäuren enthalten und Feuchtigkeit spenden. Auch spezielle Anti-Frizz-Produkte, die auf die Bedürfnisse trockener, störrischer und brüchiger Haare abgestimmt sind, sind optimal. Zusätzlich sind regelmäßige Haarkuren Pflicht.

haare waschen anti frizz

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FÖHNEN STATT LUFTTROCKNEN 
Haar, das zu Frizz neigt, an der Luft trocknen zu lassen, ist keine gute Idee, denn so bleibt die Schuppenschicht geöffnet und das Haar nimmt Feuchtigkeit aus der Luft aus– und wie das ausgeht, wissen wir ja bereits. Deshalb sollte man das Haar nach dem Waschen unbedingt föhnen, aber bitte schonend: Wichtig ist, dass man nicht unmittelbar nach der Wäsche föhnt. Am besten drückt man das Haar erst vorsichtig mit einem Handtuch aus (niemals rubbeln, denn das raut die Oberfläche auf) und lässt es dann etwa 10 bis 15 Minuten unter einem Handtuchturban vortrocknen. Anschließend sollte man auf jeden Fall einen Hitzeschutz ins Haar geben und dieses dann auf mittlerer Stufe (niemals zu heiß – die optimale Temperatur kann man am Handrücken testen) und mit einem Diffusor, der die Luft verteilt, föhnen. Ganz wichtig: Das Haar stets in Wuchsrichtung föhnen, denn sonst wird es aufgeraut und kräuselig.

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HAARÖLE VERWENDEN 
Haaröle sind kleine Frizz-Wunderwaffen. Die darin enthaltenen Öle wie Argan-, Sesam-, Moringa- oder auch Kamillenöl umhüllen das Haar wie ein Schutzschild, glätten die Haarstruktur und verleihen Geschmeidigkeit und Glanz, ohne das Haar zu beschweren. Sie sind für alle Haartypen geeignet und können sowohl im nassen als auch im trockenen Haar verwenden werden, indem man sie sparsam und sanft in die Längen und Spitzen einmassiert. Tipp: Für Unterwegs tut es auch ein wenig Handcreme.

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SEIDE FÜR DIE NACHT
Wer auf einem Seidenkissen schläft, reduziert Spliss und Frizz – das wussten schon Hollywood-Stars wie Marilyn Monroe und Bette Davis. Die glatte Oberfläche verhindert nämlich, dass das Haar in der Nacht aufgeraut wird. Außerdem enthält Seide natürliches Protein, pflegende Öle und 18 essentielle Aminosäuren, die nicht nur gut für´s Haar, sondern auch für die Haut sind. Als Alternative zum Seidenkissen eignet sich übrigens auch ein Seidenschal, welchen man vor dem Schlafengehen einfach um die Haare wickelt.

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SOS-HILFE BEI FRIZZ

Hat das Haar erstmal Frizz gefangen, wird es Zeit für ein Notfallprogramm. Um die Haarobefläche zu bändigen, kann man entweder etwas Haaröl oder eine glättende Haarcreme verwenden – dazu das Produkt einfach in die Handflächen geben und so lange über die krause Haaroberfläche streichen, bis sie wieder glatt ist. Tipp: Ist gerade kein Haaröl zur Hand, hilft auch ein wenig Handcreme. Auch mit Haarspray lassen sich die unliebsamen krisseligen Härchen bändigen – dazu dazu einfach eine Zahnbürste mit Haarspray besprühen und damit über die Härchen fahren. Am besten eignet sich übrigens ein Produkt mit einer leichten Formel, damit die Haare schön anliegen, aber nicht verkleben.

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