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Skin Flooding: Die Winter-Routine für pralle Haut, die gerade überall auftaucht

Draußen Kälte, drinnen Heizungsluft: Im Januar wirkt selbst gute Haut oft plötzlich trocken, gespannt und fahl. Genau deshalb ist „Skin Flooding“ aktuell so präsent: eine Layering-Routine, die Feuchtigkeit clever „einschließt“ und den Glow zurückholt.

Skin Flooding setzt auf Feuchtigkeit in Schichten

Beim Skin Flooding werden mehrere feuchtigkeitsspendende Produkte direkt nacheinander aufgetragen. Die Haut wird bewusst leicht feucht gehalten, damit hydratisierende Wirkstoffe optimal wirken können. Anschließend wird die Feuchtigkeit mit einer Creme eingeschlossen. Das Ergebnis ist ein prallerer, glatterer Teint mit weniger Spannungsgefühl.

Die richtige Reihenfolge macht den Unterschied

1. Sanft reinigen
Setz auf einen milden Cleanser. Wenn die Haut nach dem Waschen „spannt“, war es zu aggressiv und das Skin Flooding kann dann sogar brennen.

2. Auf feuchter Haut starten
Skin Flooding funktioniert am besten, wenn die Haut leicht feucht ist. Das kann ein Gesichtsspray, ein Toner oder einfach Wasser sein.

3. Feuchtigkeitsserum layern
Ideal sind Seren mit Hyaluronsäure, Glycerin, Panthenol oder Beta-Glucan. Trage 1 bis 2 dünne Schichten auf.

4. Creme zum Versiegeln
Jetzt kommt eine Barrier-Creme mit Ceramiden, Squalan oder Shea. Sie hält die Feuchtigkeit in der Haut und reduziert das typische Winter-Spannungsgefühl.

5. Optional: ein okklusiver Abschluss am Abend
Wenn du extrem trocken bist, kann eine dünne Schicht Okklusiv (zum Beispiel eine Salbe oder Balm) darüber helfen. Bei unreiner Haut: sehr sparsam oder weglassen.

6. Morgens immer mit SPF abschließen
Feuchtigkeit ersetzt keinen Sonnenschutz. Gerade wenn du zusätzlich mit aktiven Wirkstoffen arbeitest, bleibt SPF dein täglicher Fixpunkt.

Diese Hauttypen profitieren besonders

Skin Flooding eignet sich vor allem für trockene und dehydrierte Haut, die im Winter an Elastizität verliert. Auch sensible Haut profitiert, wenn reizfreie Produkte verwendet werden. Selbst ölige Haut kann Skin Flooding nutzen, solange die Texturen leicht bleiben und okklusive Produkte sparsam eingesetzt werden.

Bei stark unreiner Haut oder akuten Entzündungen sollte die Routine sehr reduziert bleiben, um die Poren nicht zusätzlich zu belasten.

Die größten Vorteile im Alltag

Die Haut fühlt sich bereits nach wenigen Anwendungen entspannter an. Spannungsgefühle lassen nach, die Oberfläche wirkt glatter und Make-up setzt sich weniger in Trockenheitslinien ab. Durch die gestärkte Hautbarriere verbessert sich langfristig auch die Widerstandskraft gegenüber Kälte und Umweltstress.

Die Nachteile des Skin Flooding

Zu viele Schichten oder zu reichhaltige Produkte können zu Pilling oder Unreinheiten führen. Auch Hyaluron auf komplett trockener Haut kann das Gegenteil bewirken und Spannungsgefühle verstärken. Entscheidend ist immer die richtige Produktmenge und ein ausgewogenes Finish.

So lässt sich Skin Flooding in bestehende Routinen integrieren

In Kombination mit Retinol empfiehlt es sich, Skin Flooding an retinolfreien Abenden zu nutzen oder die Haut vorher gut zu beruhigen. Vitamin C kann morgens problemlos eingebaut werden, solange die Routine nicht überladen wird.

Wenn du sehr wenig Zeit hast:
Spray oder Toner, Serum, Creme. Drei Schritte reichen völlig.

Diese Wirkstoffe passen ideal zum Trend

Feuchtigkeitsspender wie Hyaluronsäure und Glycerin stehen im Fokus, ergänzt durch barrierestärkende Lipide. Duftstoffarme Formulierungen sind besonders im Winter die bessere Wahl, da die Haut dann schneller reagiert.

serum

Typische Fehler, die den Effekt killen

  • Zu heißes Wasser beim Reinigen
  • Direkt nach dem Serum kein Creme-Step
  • Zehn Layer, weil es auf Social so aussieht
  • Peeling und Skin Flooding am selben Abend, obwohl die Haut schon gereizt ist

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Titelbild: ©CoffeeAndMilk on iStock