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Pflegeprogramm für Mütter

Schön durch die Schwangerschaft: Do’s & Don’ts

Hallo Babybauch, hallo Hormone: Eine Schwangerschaft hat schon so manche Beautynista vor Herausforderungen gestellt, denn einige Inhaltsstoffe konventioneller Pflege können für Schwangere schädlich sein. Wir haben recherchiert, welches Pflegeprogramm für Bald-Mamis jetzt richtig ist.

Einige Wirkstoffe in Pflegeprodukten und dekorativer Kosmetik können sich negativ auf die Gesundheit des Babys auswirken. Darum solltet Ihr sichergehen, dass Ihr diese Inhaltsstoffe meidet. Lest die INCI-Liste der Beautyprodukte, für die Ihr Euch interessiert, genau durch. Bei codecheck.info findet Ihr gut verständliche Übersetzungen, Erläuterungen und Erklärungen zum kosmetischen Fachchinesisch, falls Ihr aus den Angaben nicht schlau werdet. Grundsätzlich raten wir Euch dazu, bei Eurer Pflege von Haut und Haar auf chemische Lichtschutzfaktoren, Nanopartikel, synthetische Farb-/Duftstoffe, Konservierungsstoffe, Emulgatoren, Mineralölauszüge, Silikone und Weichmacher zu verzichten.

Wer ganz beruhigt sein möchte, dass seine Pflege hundertprozentig natürlich ist, kann sich selbst Badezusätze, Seifen, Cremes und Masken mischen. Es gibt einige Sachbücher zum Thema, uns gefällt „Natürlich schön – Naturkosmetik leichtgemacht“ von Apothekerin und Gründerin des Naturkosmetik-Stores Greenglam Dr. Christina Kraus besonders gut. Zutaten und Werkzeug für Euer Beauty-DIY-Event findet Ihr z. B. bei www.spinnrad.de oder in der Apotheke – wo Ihr auch gut beraten werdet. Doch nicht alle haben Zeit und Lust zum Selbermachen. Alternativ empfehlen wir, die Pflege in der Schwangerschaft auf Naturkosmetik/vegane Naturkosmetik umzustellen oder spezielle Schwangerschafts-Produkte konventioneller Beautymarken zu nutzen. Worauf Ihr bei Tagescreme, Lotion, Shampoo & Co achten müsst? Weiterlesen!

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Wanted: Toller Teint

So manche mummy to be verträgt ihre Lieblingscreme nicht mehr. Kein Grund für Verzweiflung – das liegt an den Hormonen. Wer auf den erhöhten Östrogenspiegel mit unreiner Haut, Mitessern und fettigem Glanz reagiert, kann die äußeren Symptome mit spezieller Pflege abmindern. Reinigt morgens und abends Euer Gesicht mit einem Meersalz-Waschgel und danach mit einem entfettenden Tonic. Benutzt bei glänzender Haut eine mattierende Tagespflege. Entzündete Pickel könnt Ihr mit speziellen Anti-Pickel-Produkten austrocknen. Wendet zweimal wöchentlich eine Tonerde-Maske an: Sie reinigt die Haut porentief. Über Nacht könnt Ihr ein Serum auftragen, das seine Wirkstoffe tief in die Haut schleust. Wenn Ihr unsicher seid oder Euch wegen der Hautprobleme Sorgen macht, fragt Eure Gynäkologin oder die Hebamme nach Tipps, oder geht direkt zum Dermatologen oder zur Kosmetikerin. Marken wie Weleda, Attitude, Mio Mio, Vichy, Burt’s Bees bieten speziell auf die Bedürfnisse von Schwangeren abgestimmte Pflege an. Eine gute Pflegeserie für fettige Haut gibt es von der Naturkosmetikmarke Lavera.

Hautpflege: Gut geölt

Stretchmark-Season: Kaum eine Schwangerschaft verläuft streifenfrei – da muss man schon verdammt gute Gene und super Bindegewebe haben. Und wer hat das schon?! Um den Rissen im Unterhautgewebe – die durch die Dehnung der Haut entstehen – vorzubeugen, solltet Ihr Euren Bauch täglich mit einem Öl gegen Dehnungsstreifen einölen. Natürliche Öle spenden der Haut Feuchtigkeit und Fette, die sie elastisch und geschmeidig halten. Hilft auch: Wechselduschen, Zupfmassagen und moderate Bewegung.

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©Janko Ferlic on Unsplash

Fußpflege: Kühlend und abschwellend

Die geliebten High Heels passen nicht mehr und selbst die bequemen Ballerinas sind zu eng? Dann könnte es sein, dass Ihr Wassereinlagerungen habt. Diese machen sich durch schwere, pralle Beine und geschwollene Füße bemerkbar. Entwässernde Lotionen können beim Abschwellen helfen. Gele mit kühlendem Effekt machen wieder munter. Achtet auf natürliche Inhaltsstoffe wie Rosskastanien-Extrakt, Rosmarin, Menthol und Eukalyptus. Verzichtet auf Koffein.

Selbstbräuner: Sonne aus der Tube

Schwangere können – bedingt durch die Hormonumstellung – sehr empfindlich auf Sonneneinstrahlung reagieren, viele neigen zu Pigmentflecken. Um Sonnenbrand vorzubeugen und eine ebenmäßige Bräune zu erzielen, könntet Ihr sogar ganz auf die Sonne verzichten und braucht auch nicht auf die Sonnenbank zu gehen. Greift einfach zum Selbstbräuner. Der Bräuner aus der Tube sollte keine Psoralene und kein DHA enthalten. Wir raten deshalb zu Selbstbräunern von Naturkosmetikmarken wie. z. B. Melvita. Das französische Naturkosmetiklabel hat einen Selbstbräuner im Sortiment und ein Karottenöl, das der Haut ganz natürlich eine dezente Bräune verleiht.

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Enthaarung: Klinge statt Creme

Wer sich von Euch die Achselhaare, Beinhaare und vielleicht auch das Haar im Intimbereich entfernen oder stutzen möchte, sollte dies mit dem Rasierer tun. Finger weg von Enthaarungscremes – die sind eine wahre Chemiekeule, auf die Ihr allergisch reagieren könntet.

Sonnenschutz: Spezielles für die Schwangerschaft

Der Frühling ist da und die Sonne lockt nach draußen. Wunderbar, wenn Ihr ein paar kleine Tipps beachtet. Eure Haut ist während der Schwangerschaft sehr empfindlich – sie rötet sich schneller und neigt zu Pigmentflecken. Die sogenannte „Schwangerschaftsmaske“ zeigt sich durch bräunliche Verfärbungen im Bereich von Stirn, Wangen und Oberlippe aus. Sonneneinstrahlung begünstigt die vorübergehende Pigmentstörung, die meist nach der Geburt des Kindes wieder verschwindet. Ihr könnt einen hypoallergenen mineralischen Sonnenschutz auftragen – ohne Nanopartikel. Naturkosmetikmarken wie z. B. Santé bieten diese speziellen Sonnencremes an. Bitte wählt einen hohen Schutzfaktor und cremt besonders Euren Bauch ein – die Haut dort ist sehr dünn. In der Sonne braten ist für Euch tabu, nach 15 Minuten solltet Ihr Euch ein schattiges Plätzchen suchen.

Lippenstift, Mascara, Nagellack: Bitte die Bio-Version!

Ja, wir lieben unseren Lippenstift von MAC. Freiwillig würden wir uns auch nicht von unserer YSL-Mascara und dem roten Nagellack von Chanel trennen. Aber: Um wirklich sicherzugehen, dass der Schmink-Faible dem Baby keinesfalls schadet, solltet Ihr eine Ausnahme machen: Während der Schwangerschaft und der Stillzeit werden die Beautylieblinge nicht benutzt, dafür aber Naturkosmetika. Inzwischen gibt es eine große Auswahl an Produkten – ob Primer, Serum-Foundation oder matter Lipstick – die Produkte können mit der konventionellen Konkurrenz locker mithalten. Wenn Ihr Lust auf Luxus habt, dann schaut Euch die Dekorative von Ilia, Kjaer Weis und von Und Gretel an. Günstiger ist es bei Dr. Hauschka, Lavera, Santé, Annemarie Börlind, Burt’s Bees und Alverde. Die Nagellacke sollten „five free“ sein – das in der Regel bedeutet, dass sie ohne Formaldehyde, Dibutyl Phthalate, Toluol, Formaldehyd-Harze und Campher auskommen. Solche Lacke findet Ihr z. B. bei Benecos, Nailberry und Logona.

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©Kristiana Pinne on Unsplash

Kopfsache: Haarhilfe aus der Natur

Wenn Ihr zu den Glücklichen gehört, die während der Schwangerschaft kräftiges Haar haben, das super liegt und gesund glänzt, könnt Ihr Euch freuen. Andere Frauen haben gefühlt täglich einen „bad hair day“, weil das Haar fettig wird – was wieder mal an den Hormonen liegt. Ihr solltet nun die Haarpflege entsprechend anpassen. Entfettende Tinkturen, Pre-Shampoos, Kopfhaut-Peelings, Shampoos und Masken mit Minze, Rosmarin und Eukalyptus, aber ohne Silikone und Weichmacher, sind jetzt ideal. Eine tolle Haarpflege-Serie für werdende Mütter gibt es zum Beispiel vom Organic-Label Attitude.

Haarfarbe: Pflanzen statt Chemie

Haarfärben ist tabu? Jein. Im ersten Drittel der Schwangerschaft solltet Ihr bitte darauf verzichten. Danach könnt Ihr mit pflanzlichen Haarfarben färben und tönen. Lasst Euch beim Friseur beraten.

Produkte: Spezielles für die Schwangerschaft

Wenn Ihr in der Schwangerschaft geruchssensibel seid, solltet Ihr zu parfümfreier und duftneutraler Pflege greifen – die Marke frei bietet diese für Schwangere an. Wer nicht auf einen schönen Duft verzichten möchte, sollte mal am „Petits et Mamans“ von Bvlgari schnuppern. Das Eau de Toilette (gibt es mit und ohne Alkohol) wurde für Schwangere entwickelt. Es duftet blumig nach Rosenholz, Rose, Iris und Veilchen kombiniert mit fruchtigen Noten von Bergamotte, Orange, Pfirsich und Kamille.

Wichtiger Hinweis: Der Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er ersetzt keinen Arztbesuch.

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Titelbild: ©Fallon Michael on Unsplash