Dermatologen weltweit sind sich einig: Retinol ist einer der effektivsten Wirkstoffe in der Hautpflege und erwiesenermaßen eine Wunderwaffe für den Teint. Doch es sieht so aus, als bekäme Retinol Konkurrenz von einer natürlichen, aber nicht weniger effektiven Alternative – bekannt unter dem Namen Bakuchiol.

Manchmal scheint es so, als würde gefühlt jeden Tag eine neue Wunderwaffe für traumhaft schöne und jugendlich glatte Haut auf den Markt kommen. Die unangefochtene Königin blieb bisher jedoch Retinol.

WAS IST RETINOL?

Retinol ist nichts anderes als reine Vitamin-A-Säure, die in auch verschiedenen Abwandlungen, zum Beispiel als Retinoide oder Retinaldehyd, in zahlreichen Kosmetika vorkommt. Wissenschaftliche Studien bestätigen regelmäßig die positiven Effekte von Retinol auf das Hautbild: Es glättet und verfeinert den Teint, stärkt die Hautstruktur und hilft gegen sonnenbedingte Pigmentflecken. Außerdem regt es die Kollagenbildung an und sorgt dadurch für ein festes und elastisches Bindegewebe. Allerdings ist der Wirkstoff nicht für jeden geeignet: Aufgrund des schälenden Effekts der Säure, kann es bei sensibler Haut nämlich zu Hautirritationen führen. Außerdem kann Retinol die Haut lichtempfindlicher machen, denn der Peeling-Effekt trägt die oberste Hornschicht und damit den natürlichen Sonnenschutz ab.

frauenhände mit cremetiegel

© iStock.com/Ridofranz

SANFTE ALTERNATIVE: BAKUCHIOL

Als sanftere Alternative wird derzeit Bakuchiol hoch gehandelt. Bakuchiol ist ein Wirkstoff, der aus den Samen der Babchi-Pflanze (Psoralea corylifolia) gewonnen wird. Diese Pflanze kommt im Ayurveda und in der traditionellen Chinesischen Medizin bereits seit Jahrhunderten als natürliches Heilmittel gegen zahlreiche Hautprobleme zum Einsatz. Wissenschaftliche Studien zufolge, soll Bakuchiol praktisch genauso wie Retinol wirken: Der pflanzliche Wirkstoff hat zum einen eine hohe antioxidative Wirkung und schützt so die Haut vor freien Radikalen und Umwelteinflüssen, die eine vorzeitige Hautalterung begünstigen. Zum anderen ist er stark antimikrobiell, weshalb er Bakterien eliminiert und so Hautunreinheiten mindert beziehungsweise vorbeugt. Darüber hinaus glättet Bakuchiol die Haut, indem er die hauteigene Kollagenbildung stimuliert – die Haut fester und praller. Anders als Retinol ist Bakuchiol aber auch für empfindliche Haut geeignet, weil es diese weder irritiert noch austrocknet.

Könnte Bakuchiol also DIE neue Wunderwaffe für strahlend schöne und glatte Haut sein? Es schadet jedenfalls nicht, den natürlichen Wirkstoff mal auszuprobieren.

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