miriam rehbein
Interview

Beauty Talk mit Dr. Miriam Rehbein von DOCTOR MI

Heute im Gespräch begrüßen wir Dr. Miriam Rehbein, Dermatologin, vierfache Mutter und Gründerin von DOCTOR MI. Aus ihrer täglichen Arbeit in der Klinik weiß die Expertin genau, welche Wirkstoffe tatsächlich funktionieren und welche reines Marketing sind. Mit ihrer Brand schließt sie die Brücke zwischen Medizin und Kosmetik und setzt konsequent auf das zukunftsweisende Konzept von „Skin Longevity“ – die langfristige Gesundheit und Widerstandsfähigkeit der Zellen. Für uns blickt sie hinter die Scheinwelt porenfreier Social-Media-Filter, warnt vor dem riskanten Trend der Überpflegung und erklärt, warum wahre Schönheit niemals im Spiegel, sondern immer mit dem eigenen Wohlbefinden beginnt.

Liebe Frau Dr. Rehbein, vielen Dank, dass Sie sich Zeit für uns nehmen. Wir wollen heute tiefer in Ihre Brand DOCTOR MI eintauchen. Aber vorab ganz persönlich gefragt: Wann fühlen Sie sich in Ihrer eigenen Haut am allerschönsten?

Dr. Miriam Rehbein: Ehrlicherweise nicht nach einem Beauty-Treatment oder einem perfekten Foto. Am schönsten fühle ich mich, wenn ich das Gefühl habe, mit mir selbst im Reinen zu sein. Wenn ich Zeit mit meinen Kindern verbringen konnte, beruflich etwas bewegen durfte und gleichzeitig gesund und voller Energie bin. Schönheit beginnt für mich nicht im Spiegel, sondern mit dem eigenen Wohlbefinden und der Ausstrahlung, die daraus entsteht.

Frau Dr. Rehbein, Sie haben eine lange Zeit der intensiven Forschung investiert, bevor Sie DOCTOR MI auf den Markt gebracht haben. Was unterscheidet Ihre medizinische Wirkstoffkosmetik am deutlichsten von der klassischen Hautpflege, die wir im Drogerie- oder Parfümerieregal finden?

Dr. Miriam Rehbein: DOCTOR MI ist aus meiner täglichen Arbeit als Dermatologin entstanden. Über viele Jahre habe ich gesehen, welche Wirkstoffe tatsächlich funktionieren und welche eher Marketingversprechen sind. Deshalb entwickeln wir Produkte nicht nach Trends, sondern nach wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Dr. Miriam Rehbein_1_Credit Johann Sturz

©Johann Sturz

Ein gutes Beispiel ist Vitamin A. Viele Marken setzen auf eine einzige Form. Wir kombinieren bewusst verschiedene Vitamin-A-Derivate wie Retinol, Retinal und weitere Vorstufen, um Wirksamkeit und Verträglichkeit optimal auszubalancieren. Dadurch können wir die Haut auf mehreren Ebenen stimulieren und gleichzeitig die Hautbarriere schützen.

Mein Anspruch war immer, Produkte zu entwickeln, die ich meinen Patientinnen mit gutem Gewissen empfehlen und selbst täglich verwenden würde. Genau das macht DOCTOR MI aus.

Ihre Brand bietet eine exklusive Auswahl von der Tagespflege bis zum High-Performance-Serum. Wenn unsere Leserinnen ihre Routine jetzt auf DOCTOR MI umstellen möchten: Mit welchem Produkt sollten sie beginnen bzw. erzielen sie den schnellsten „Aha-Effekt“ auf der Haut?

Dr. Miriam Rehbein: Wenn ich mich auf ein Produktkonzept festlegen müsste, wären das ganz klar unsere Retinol-Linie und unsere Longevity-Linie.

Retinol gehört zu den am besten untersuchten Wirkstoffen der Dermatologie und kann die Hautstruktur, Ausstrahlung und Ebenmäßigkeit sichtbar verbessern. Deshalb bildet es seit vielen Jahren die Grundlage meiner Produkte.

Besonders stolz bin ich aber auf unsere Longevity-Kollektion. Dort kombinieren wir modernste Wirkstoffe wie NAD+-Technologie, Exosomen, Peptide und innovative Regenerationsmechanismen. Für mich ist das die Zukunft der Hautpflege. Wir versuchen nicht nur bestehende Hautschäden zu korrigieren, sondern die Haut möglichst lange gesund, leistungsfähig und widerstandsfähig zu erhalten. Genau darum geht es bei Skin Longevity.

Ihre Produkte setzen auf eine intensive Zellaktivierung in den tieferen Hautschichten, gleichzeitig betonen Sie immer wieder, wie wichtig der Schutz der Hautbarriere ist. Warum ist eine starke Barriere eigentlich unsere wichtigste Geheimwaffe gegen Unreinheiten, Rötungen und vorzeitige Falten?

Dr. Miriam Rehbein: Die Hautbarriere ist das Schutzschild unserer Haut. Ist sie intakt, bleibt Feuchtigkeit in der Haut und Reizstoffe bleiben draußen. Viele Menschen versuchen Hautprobleme mit immer stärkeren Produkten zu bekämpfen und schwächen dabei ungewollt ihre Barriere.

Dabei beginnt gesunde Haut immer mit einer gesunden Hautbarriere. Erst wenn diese stabil ist, können Wirkstoffe ihr volles Potenzial entfalten. Deshalb steht bei jeder meiner Formulierungen nicht nur die Aktivierung der Haut, sondern auch ihr Schutz im Mittelpunkt.

Ein viel diskutiertes Thema in der Hautpflege ist die Lippenpartie, für die Sie auch eine eigene Pflege entwickelt haben. Warum vernachlässigen wir diesen Bereich beim Thema Anti-Aging so oft, und wie schützt DOCTOR MI diese sensible Zone?

Dr. Miriam Rehbein: Die Lippenpartie besitzt deutlich weniger schützende Strukturen als andere Hautbereiche und zeigt Alterungsprozesse oft besonders früh. Gleichzeitig wird sie in vielen Pflegeroutinen schlicht vergessen.

Dabei sind gerade Lippen und die Haut rund um den Mund täglich UV-Strahlung, Umwelteinflüssen und ständiger Bewegung ausgesetzt. Deshalb haben wir gezielt Produkte entwickelt, die Feuchtigkeit, Schutz und Regeneration miteinander verbinden und diese sensible Zone optimal unterstützen.

Sie sprechen bei Ihrer Marke nicht von simplem Anti-Aging, sondern von „Skin Longevity“ – also der Langlebigkeit der Zellen. Welche drei alltäglichen Gewohnheiten – ganz abseits von Cremes – können wir sofort umsetzen, um unsere Hautzellen jung zu halten?

Dr. Miriam Rehbein: Erstens: konsequenter UV-Schutz. Keine Maßnahme hat langfristig einen größeren Einfluss auf die Hautalterung. Zweitens: ausreichend Schlaf. Während wir schlafen, laufen die wichtigsten Reparatur- und Regenerationsprozesse unserer Haut ab. Drittens: regelmäßige Bewegung und insbesondere Krafttraining. Unsere Haut profitiert enorm von einer guten Durchblutung, gesunden Stoffwechselprozessen und einer stabilen Muskulatur.

Und natürlich spielt die richtige Hautpflege ebenfalls eine wichtige Rolle. Moderne Wirkstoffe wie Exosomen, NAD+-Technologien oder Retinoide eröffnen heute Möglichkeiten, die wir vor wenigen Jahren noch nicht hatten.

In Ihrer Praxis sehen Sie täglich die Realität. Welchen skurrilen Skincare-Trend von TikTok oder Instagram mussten Sie in letzter Zeit am häufigsten medizinisch in Ihrer Klinik „retten“ und wie sind Sie vorgegangen?

Dr. Miriam Rehbein: Der größte Trend ist aktuell tatsächlich die Überpflegung der Haut. Viele Menschen verwenden zehn oder mehr Produkte gleichzeitig, kombinieren aggressive Säuren mit hochdosierten Wirkstoffen und orientieren sich an Social-Media-Empfehlungen statt am tatsächlichen Bedarf ihrer Haut.

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©Johann Sturz

Die Folge sind gereizte Hautbarrieren, Entzündungen, Rötungen und Überempfindlichkeiten. Die Lösung besteht dann häufig nicht darin, noch mehr Produkte zu verwenden, sondern die Routine radikal zu vereinfachen und die Haut wieder zur Ruhe kommen zu lassen.

Welcher vermeintliche „Makel“, wegen dem Frauen verzweifelt Ihre Produkte kaufen, ist aus medizinischer Sicht eigentlich völlig normal und sollte von uns einfach mal akzeptiert werden?

Dr. Miriam Rehbein: Ganz klar: Poren. Viele Frauen glauben, schöne Haut müsse komplett porenlos sein. Das ist weder realistisch noch biologisch möglich. Poren gehören zu einer gesunden Haut dazu.

Social Media hat leider oft ein völlig unrealistisches Bild erzeugt. Das Ziel sollte nicht Perfektion sein, sondern eine gesunde, strahlende und gepflegte Haut.

Sie stehen für High-Performance, Energie und absolute Perfektion in der Hautpflege. Welchen Stellenwert hat das Thema Selfcare und echte „Me-Time“ für Sie abseits des Berufslebens?

Dr. Miriam Rehbein: Als Mutter von vier kleinen Kindern, Unternehmerin und Ärztin ist Zeit wahrscheinlich meine knappste Ressource. Deshalb bedeutet Selfcare für mich nicht unbedingt ein Wellness-Wochenende.

Meine persönliche Me-Time sind oft die kleinen Rituale im Alltag. Tatsächlich gehört dazu auch meine eigene Hautpflege. Ich liebe es, abends eine Gesichtsmaske aufzulegen, meine Haut bewusst zu pflegen und mir diese wenigen Minuten nur für mich zu nehmen.

Dabei nutze ich selbstverständlich meine eigenen Produkte täglich. Nicht nur, weil ich sie entwickelt habe, sondern weil ich von den Formulierungen überzeugt bin. Für mich ist Hautpflege kein Luxus, sondern ein Moment der Selbstfürsorge und ein Investment in die langfristige Gesundheit der Haut.

Die Beauty-Welt verändert sich rasant. Was ist Ihnen für die Weiterentwicklung von DOCTOR MI in den kommenden Jahren am wichtigsten? Welche Botschaft oder Mission möchten Sie mit Ihrer Marke noch weiter in den Fokus rücken?

Dr. Miriam Rehbein: Meine Mission war von Anfang an, die Brücke zwischen Medizin und Kosmetik zu schließen. Ich möchte Menschen zeigen, dass gute Haut kein Zufall ist und auch nicht von kurzfristigen Trends abhängt. Hautgesundheit entsteht durch wissenschaftlich fundierte Wirkstoffe, konsequente Pflege und die richtigen Entscheidungen über viele Jahre hinweg.

Für die Zukunft sehe ich Skin Longevity als eines der wichtigsten Themen überhaupt. Es geht nicht mehr nur darum, Falten zu reduzieren. Es geht darum, die Haut möglichst lange gesund, widerstandsfähig und leistungsfähig zu erhalten.

Genau dafür steht DOCTOR MI – für moderne, wissenschaftlich fundierte Hautpflege, die Menschen hilft, sich langfristig wohl in ihrer Haut zu fühlen.


Wir bedanken uns bei Dr. Miriam Rehbein für das interessante Interview. Mehr Informationen findet ihr unter https://www.doctormi.de und @doctormi.

Titelbild: ©Johann Sturz