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Hautpflege

Glycerin ist die Basis für maximale Hydratisierung

Lange Zeit stand Glycerin im Schatten von Hyaluronsäure. Glücklicherweise findet der Inhaltsstoff jetzt wieder verstärkt Platz in den Regalen. Wir zeigen dir, warum dieser Stoff die Grundlage für eine gesunde Hautbarriere bildet und wie du ihn für einen sichtbaren Glow nutzt.

Glycerin wurde in der Vergangenheit oft als simpler Feuchthaltefaktor abgetan. Dabei ist dieser Wirkstoff ein echtes Multitalent. Chemisch gesehen gehört Glycerin zu den Zuckeralkoholen und ist ein natürlicher Bestandteil unseres körpereigenen Feuchthaltesystems der Haut. In der Inhaltsstoffliste, der INCI-Liste, findest du es meist unter dem Namen Glycerin oder Glycerol. Es ist farblos, geruchlos und hat eine leicht viskose Konsistenz. Das Besondere an Glycerin ist seine hygroskopische Eigenschaft. Das bedeutet, es zieht Wasser an und bindet es in der Haut.

Die Wirkung von Glycerin in den Hautschichten

Glycerin wirkt nicht nur oberflächlich. Es dringt in die Hornschicht ein und bildet dort ein Reservoir. Im Vergleich zu hochmolekularer Hyaluronsäure, die aufgrund ihrer Größe oft nur auf der Oberfläche verbleibt und dort einen schützenden Film bildet, ist Glycerin deutlich kleiner. Dadurch kann es tiefer in die obersten Hautschichten penetrieren. Dort sorgt es für einen sofortigen Aufpolsterungseffekt und stabilisiert die Lipidstruktur der Hautbarriere.

Eine intakte Hautbarriere ist essenziell, um den sogenannten transepidermalen Wasserverlust (TEWL) zu stoppen. Wenn die Hautbarriere gestört ist, verdunstet die Feuchtigkeit nach außen und Schadstoffe können leichter eindringen. Glycerin fungiert hier als Kitt zwischen den Hornzellen. Es hilft dabei, alte, abgestorbene Hautschüppchen sanft zu lösen, damit die Haut sich optimal regenerieren kann. Das verhindert einen fahlen Teint, macht die Oberfläche glatter und mindert Trockenheitsfältchen.

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Die richtige Anwendung für den Glass-Skin-Effekt

Damit Glycerin seine volle Kraft entfaltet, kommt es auf das Layering an. Ein reines Glycerin-Spray oder ein Serum mit hohem Glycerin-Anteil solltest du immer auf die leicht feuchte Haut auftragen. So hat der Wirkstoff direkt Wasser zur Verfügung, das er binden und in die Haut schleusen kann. Ein einfacher Trick ist es, nach der Reinigung ein Thermalwasser oder ein Hydrosol aufzusprühen und das Glycerin-Produkt direkt danach einzumassieren.

Wichtig ist zudem der Verschluss der Feuchtigkeit. In der Fachsprache nennen wir das Okklusion. Nachdem das Glycerin eingezogen ist, solltest du eine Creme oder ein Gesichtsöl verwenden, das Squalan, Ceramide oder Pflanzenbutter enthält. Diese Schicht versiegelt die Feuchtigkeit und verhindert, dass das gebundene Wasser wieder verdunstet. Derzeit sind besonders „Glycerin-Milks“ oder flüssige Texturen gefragt, die Glycerin mit pflegenden Lipiden mischen. Sie ziehen schnell ein und hinterlassen diesen begehrten, prallen Glanz, ohne zu fetten.

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Worauf du beim Kauf achten solltest

Achte darauf, dass Glycerin in der Inhaltsstoffliste weit vorne steht, idealerweise unter den ersten fünf Plätzen. Oft wird pflanzliches Glycerin verwendet, das aus Ölen wie Kokos oder Raps gewonnen wird. Es gibt auch synthetisches Glycerin, die Wirkung auf die Haut ist jedoch identisch. Da Glycerin ein sehr stabiler Inhaltsstoff ist, lässt es sich hervorragend mit anderen Wirkstoffen kombinieren. Eine Mischung aus Glycerin und Niacinamid ist beispielsweise ideal für ölige Haut, da sie hydriert, ohne die Poren zu verstopfen, während die Kombination mit Panthenol die Haut beruhigt.

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Titelbild: ©Kiersten on Pexels