Das sind die Wirkstoffe, die du 2026 kennen solltest!
2026 geht Skincare wieder mehr Richtung Strategie. Weniger „immer stärker“, mehr durchdachte Routinen, die die Hautbarriere respektieren und Regeneration pushen. Dazu kommt ein Biotech-Drive, der viele neue Formulierungen beeinflusst. Das sind die wichtigsten Wirkstoffe, die du 2026 kennen musst:
Peptide bleiben, aber werden gezielter
Peptide sind längst kein kurzlebiger Trend mehr, aber 2026 werden sie präziser positioniert. Peptide sind kurze Ketten aus Aminosäuren, also Bausteine, aus denen auch Proteine bestehen. In der Hautpflege werden sie vor allem eingesetzt, weil sie die Haut dabei unterstützen können, Prozesse rund um Straffheit, Elastizität und Reparatur zu begleiten. Vereinfacht gesagt: Bestimmte Peptide können der Haut „Signale“ geben, die eigene Hautfunktionen zu unterstützen, etwa bei der Kollagen- und Elastinmatrix oder beim Barriereschutz.
Du findest häufiger Peptid-Komplexe, die mehrere Themen abdecken, etwa Elastizität, Festigkeit und Barriere. Das macht sie alltagstauglich, weil sie sich leichter kombinieren lassen als sehr aggressive Actives.
Der große Vorteil ist die Verträglichkeit. Viele Peptidprodukte funktionieren auch bei sensibler Haut. Der Nachteil ist, dass die Ergebnisse subtil sind und Zeit brauchen. Wenn du schnelle „Wow“-Effekte suchst, wirst du eher enttäuscht, dafür ist der Langzeitnutzen oft schöner.
PDRN ist der K-Beauty-Wirkstoff, der überall auftaucht
PDRN wird 2026 stark gehypt, vor allem in Seren und Cremes, die Regeneration und beruhigtes Hautgefühl versprechen.
PDRN steht für „Polydeoxyribonucleotide“. Das sind DNA-Bausteine in kleinen Fragmenten, die in der Beauty-Welt oft als Regenerations- und Repair-Wirkstoff vermarktet werden. Der Gedanke dahinter: PDRN soll die Haut dabei unterstützen, sich nach Stress, Irritationen oder Trockenheit besser zu erholen, sodass sie glatter und praller wirkt. In Skincare findest du PDRN vor allem in Seren, Ampullen oder Cremes, die auf beruhigte, „gepolsterte“ Haut abzielen.
Viele Formeln setzen auf hydratisierende Texturen, die die Haut schnell praller wirken lassen. Hier lohnt es sich, auf Transparenz zu achten, weil nicht jede Marke klar kommuniziert, wie hoch der Anteil ist und in welcher Form der Wirkstoff verarbeitet wurde.
Exosomen und Longevity-Beauty treiben den High-End-Markt
Biotech-Wirkstoffe wie Exosomen sind 2026 ein großes Gesprächsthema, besonders im Premium-Segment.
Exosomen sind winzige Bläschen, die Zellen zur Kommunikation nutzen. In der Forschung werden sie als „Boten“ verstanden, die Informationen und Stoffe transportieren können. In der Kosmetik werden exosomenbasierte oder exosomen-inspirierte Produkte häufig damit beworben, Regeneration und Hauterneuerung zu unterstützen, also Prozesse, die für ein glatteres, widerstandsfähigeres Hautbild relevant sind. Wichtig ist: Der Begriff wird im Beauty-Markt nicht immer einheitlich verwendet, deshalb ist es sinnvoll, genau hinzuschauen, was eine Marke tatsächlich einsetzt.
Das Ganze wird oft mit Longevity-Beauty verknüpft, also dem Wunsch nach langfristig stabiler, widerstandsfähiger Haut. Vorteil: Viele dieser Produkte sind hochwertig formuliert und zielen auf Regeneration. Nachteil: Der Bereich ist teuer, und die Begriffswelt ist nicht immer sauber erklärt. Wenn du einsteigen willst, wähle Marken, die ihre Technologie verständlich machen und nicht nur Buzzwords stapeln.
Barrier Repair bleibt die Basis für alles
Der wichtigste „Trend“ bleibt eigentlich ein Grundsatz: Ohne Barriere keine Ergebnisse. Und was heißt das konkret? Die Hautbarriere besteht vereinfacht aus Hornzellen und den Lipiden dazwischen, die wie „Mörtel“ wirken und Feuchtigkeit halten. Ceramide, Cholesterin und Fettsäuren sind genau solche Lipid-Bausteine, die natürlicherweise in der Haut vorkommen. Wenn sie in Pflege sinnvoll kombiniert werden, kann sich die Hautbarriere stabiler anfühlen: weniger Spannungsgefühl, weniger Trockenheit, weniger Reizbarkeit. Neben Ceramide, Cholesterin und Fettsäuren können auch zum Beispiel Panthenol, Allantoin oder bestimmte Hafer- und Süßholz-Extrakte beruhigend auf die Hautbarriere wirken. Auch Reinigungsprodukte werden wieder milder formuliert, weil die Haut sonst dauerhaft im Stressmodus hängt.
Neurokosmetik nimmt Stress-Skin ernst
Neurokosmetik beschreibt Pflege, die sich mit der Verbindung zwischen Haut und Nervensystem beschäftigt. Die Haut hat viele Nervenenden und reagiert auf Stress oft mit Rötungen, Juckreiz, Brennen oder „überempfindlich“-Gefühl. Neurokosmetische Produkte zielen darauf ab, diese Reizreaktionen zu beruhigen und das Hautgefühl zu entspannen. Das passiert meist über beruhigende Wirkstoffe, Barrierestärkung und Inhaltsstoffe, die die Hautreaktivität reduzieren sollen.
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Ein kleiner Stift mit großer Wirkung kehrt aus den Beauty-Archiven zurück und sorgt im Handumdrehen für strahlende, optisch vergrößerte Augen: Weißer Kajal für die Wasserlinie. Die Haut spannt, wirkt fahl und scheint jedes bisschen Feuchtigkeit sofort wieder zu verlieren. Was du jetzt brauchst? Gute Cleansing Balms! Wahre Haargesundheit beginnt tief in der Wurzel und erfordert eine gezielte Versorgung des Körpers mit den richtigen Bausteinen.
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