Glänzendes und volles Haar strahlt nicht nur Schönheit, sondern auch Gesundheit aus. Deshalb ist es gerade für Frauen umso schlimmer, wenn die Haarpracht plötzlich ausfällt. Neben erblich- bzw. anlagebedingtem Haarausfall (Alopezie) kann es auch verschiedene andere Ursachen für den Haarverlust geben. 

Wir verlieren täglich bis zu 200 Haare, was vollkommen normal ist. Verschiedenste Faktoren können jedoch zu vermehrtem Haarverlust führen – Stress, Krankheiten, Nährstoffmangel oder Medikamente sind nur einige Beispiele. Wenn der Pferdeschwanz also plötzlich dünner wird und sich in der Haarbürste ganze Büschel sammeln, gilt es, die Ursache dafür zu finden. In der Regel unterscheidet man zwischen erblich bedingtem Haarausfall und temporärem Haarausfall. Während bei erblichem Haarausfall hauptsächlich medizinische Maßnahmen in Frage kommen, kann man gegen den temporären Haarausfall selber eine ganze Menge tun – Wir nennen Euch die häufigsten Ursachen für Haarausfall und sagen, was man dagegen tun kann.

STRESS
Stress ist eine der häufigsten Ursachen für temporären Haarausfall – Denn Stresshormone entfalten beim Abbau im Körper eine ähnliche Wirkung wie die männlichen Geschlechtshormone Androgene, die beim anlagebedingten Haarausfall eine wesentliche Rolle spielen, und schaden somit den Haarwurzeln. Es gilt also, die Ursachen für den Stress herauszufinden und ihnen entgegenzuwirken. So kann zum Beispiel Sport dabei helfen, Stress abzubauen. Powert Euch also im Fitnessstudio mal wieder so richtig aus oder macht Yoga – das hilft sogar langfristig gegen Stress. Auch Aromatherapie ist ein gutes Mittel – Beruhigende Pflanzenöle von Lavendel, Vanille, Hopfen und Melisse helfen beim Relaxen. Zitrusfrüchte sorgen für gute Laune und mehr Energie. Zu guter Letzt ist Enspannung das A und O. Gönnt Euch zwischendurch immer wieder Zeit für Euch. Ob Serienmarathon, ein Dinner mit Freunden, ein Wellnesstag oder eine Shoppingtour: Alles, was positive Energie und Freude schenkt, ist erwünscht.

NÄHRSTOFFMANGEL
Haarausfall kann auch ein Zeichen dafür sein, dass dem Körper wichtige Nährstoffe fehlen. So führen beispielsweise einseitige Ernährung, Diäten sowie ein regelmäßiger Alkoholkonsum dazu, dass Nährstoffmängel entstehen. Um diese auszugleichen, ist der Körper gezwungen, sich an seinen eigenen Mineralstoffdepots zu bedienen (z.B. dem Haarboden), was langfristig dazu führt, dass das Haar vermehrt ausfällt und schlechter nachwächst. Um das zu verhindern, ist es wichtig ausreichend Eiweiß, Eisen, Magnesium und Zink durch die Nahrung aufzunehmen und generell auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu achten: Frisches Obst und Gemüse sollten auf dem Speiseplan stehen ebenso wie Vollkornprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Fisch, mageres Fleisch und Joghurt.

HORMONE
Häufig ist Haarausfall auch hormonell bedingt. So können beispielsweise die Pille, eine Schwangerschaft oder auch die Wechseljahre verstärkten Haarausfall auslösen. Hormone beeinflussen nämlich die Haarfollikel und damit auch die Haarwurzeln. Während eine Schwangerschaft vorübergehend ist und sich der Hormonhaushalt einige Monate nach der Geburt des Kindes wieder normalisiert, hilft während der Wechseljahre nur ein Besuch beim Arzt. Auch beim Haarausfall, der durch die Antibabypille verursacht wird, sollte man seinen Frauenarzt aufsuchen und entweder das Präparat wechseln oder die Pille ganz absetzen.

KRANKHEITEN
Auch diverse Erkrankungen wie zum Beispiel eine Schilddrüsenfehlfunktion können zu Haarausfall führen. Die Schilddrüse bildet nämlich Hormone, die den Stoffwechsel regulieren. Funktioniert sie allerdings nicht richtig – egal, ob durch eine Über- oder Unterfunktion – kann das zur Folge haben, dass das Haar dünner und brüchiger wird und schneller ausfällt. Lasst Euch von einem Arzt untersuchen, um festzustellen, ob bei Euch eine Schilddrüsenfehlfunktion oder eine andere Erkrankung vorliegt. Mit den richtigen Medikamenten lässt sich auch der Haarverlust wieder in den Griff kriegen.

AGGRESSIVE HAARPFLEGEMITTEL
Häufiges oder aber wiederum zu seltenes Waschen, aggressive Haarprodukte und unsanfte Behandlungen reizen die Kopfhaut, machen das Haar brüchig und fördern Haarausfall. Es empfiehlt sich die Haare bloß alle zwei bis drei Tage zu waschen. Außerdem sollte man am besten milde Pflegeprodukte mit natürlichen Inhaltsstoffen benutzen. Auch basische Shampoos, die der Übersäuerung des Körpers entgegenwirken sind zu empfehlen.

WICHTIGER HINWEIS
Der Artikel enthält nur allgemeine Informationen und Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er ersetzt keinen Arztbesuch.

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