loume
Review

Mein Weg aus dem Gedankenkarussell: Ein Erfahrungsbericht zu Loume

Seit Wochen merke ich es wieder: Sobald der Tag vorbei ist, wird der Kopf erst richtig aktiv. To-do-Listen, Gespräche, tausend kleine Gedanken. Genau in dieser Phase habe ich Loume ausprobiert und war ehrlich gesagt schnell überrascht, wie sehr so ein kleines Gerät den Abend verändern kann.

Design und das Konzept dahinter

Was Loume eigentlich ist, lässt sich schwer in eine einzige Kategorie stecken. Es ist eine Mischung aus smarter Lichtquelle, Atemtrainer und Audio-Guide. Das Design ist schlicht, fast schon unauffällig in einem sanften Beige-Ton, und passt damit wunderbar ins Schlafzimmer, ohne nach „High-Tech-Gadget“ auszusehen.

Warum gerade rotes Licht?

Ein Punkt, der mir vorher gar nicht so bewusst war, ist die Farbtemperatur am Abend. Wir starren den ganzen Tag auf Bildschirme mit hohem Blaulichtanteil, was dem Körper signalisiert, dass es noch Tag ist. Das Rotlicht von Loume hat eine Wellenlänge von 670 Nanometern. Das hat einen simplen Effekt: Es stört die natürliche Produktion von Melatonin – unserem Schlafhormon – nicht. Im Gegenteil, das warme, tiefe Rot signalisiert dem Gehirn, dass jetzt Zeit für den Ruhemodus ist. Ich nutze es oft schon eine halbe Stunde vor dem eigentlichen Schlafenlegen als indirekte Beleuchtung im Zimmer, um langsam „runterzufahren“.

Der Fokus auf Licht und Atem

Das Herzstück für mich ist die Kombination aus diesem roten Licht und dem projizierten Atem-Ring. Ich war anfangs skeptisch, ob ein Lichtfleck an der Decke wirklich einen Unterschied macht. Der pulsierende Lichtring gibt einen Rhythmus vor: Wenn er sich ausdehnt, atmet man ein, wenn er schrumpft, atmet man aus. Das klingt erstmal banal, hat aber einen fast schon hypnotischen Effekt. Man konzentriert sich so sehr auf diesen visuellen Taktgeber, dass für die Sorgen des Alltags im Kopf schlicht kein Platz mehr bleibt.

App-Integration und Audio-Inhalte

Ein großer Pluspunkt ist für mich die dazugehörige App. Man steuert darüber alles – von der Lichtintensität bis hin zu den über 100 Audio-Inhalten. Besonders die Klangwelten (Regen oder Meeresrauschen) und die geführten Meditationen haben eine hohe Qualität. Was ich wirklich schätze: Die App ist im Kaufpreis enthalten, es gibt kein nerviges Abo-Modell, wie man es von so vielen anderen Wellness-Apps kennt. Man kann die Audio-Inhalte entweder direkt über den Lautsprecher des Geräts hören oder, falls der Partner empfindlich reagiert, über eigene Kopfhörer.

Ein sanfterer Start in den Tag

Auch das Aufwachen fühlt sich anders an. Loume simuliert einen Sonnenaufgang, bei dem das Licht langsam heller wird. Es ist ein deutlich sanfterer Start in den Tag als das schrille Piepen eines Weckers, das einen meistens mitten aus einer Tiefschlafphase reißt.

Lohnt sich die Investition in Loume?

Natürlich ist das Gerät mit rund 149 Euro kein Schnäppchen. Man muss sich bewusst machen, dass es eine Investition in die eigene Abendroutine ist. Wer eine medizinische Wunderheilung bei chronischer Insomnie erwartet, wird vielleicht enttäuscht, denn Loume ist ein Tool zur Entspannung, kein Medikament.

Aber für jemanden wie mich, der einfach eine Brücke braucht, um vom „Alltagsmodus“ in den „Schlafmodus“ zu schalten, ist es ein echter Gewinn. Es hilft dabei, eine feste Routine zu etablieren – und genau diese Beständigkeit ist es am Ende, die meinen Schlaf spürbar verbessert hat. Wer also bereit ist, sein Handy abends früher wegzulegen und sich auf die Licht- und Atemübungen einzulassen, findet hier einen sehr wertvollen Begleiter.

Mehr Informationen findet ihr unter https://getloume.com.