Der Seitenscheitel ist wieder zurück!
Nach Jahren, in denen der Mittelscheitel die Beauty-Looks bestimmt hat, verschiebt sich die Linie im Haar wieder deutlich zur Seite. Der Seitenscheitel gehört jetzt zu den wichtigsten Haartrends und taucht gerade bei Stars wie Bella Hadid, Olivia Rodrigo, Kaia Gerber und Millie Bobby Brown wieder auf.
Der Seitenscheitel bringt wieder Bewegung ins Haar
Dass der Seitenscheitel gerade zurückkommt, passt zur aktuellen Lust auf Frisuren mit mehr Volumen und Bewegung. Nach sehr glatten, reduzierten Looks mit Mittelscheitel wirken seitlich gelegte Haare sofort weicher und etwas glamouröser. Gleichzeitig feiern Frisuren aus den 90er- und frühen 2000er-Jahren ein Comeback, darunter voluminöse Föhnfrisuren, weiche Wellen und seitlich getragene Ponys.
Ganz neu ist der Look allerdings nicht. Seitenscheitel waren bereits in den 1920er-Jahren beliebt, später gehörten sie zu den glamourösen Wellen der 1940er und den voluminösen Frisuren der 90er. Die aktuelle Version wirkt oft weniger extrem als der sehr tiefe Seitenscheitel der frühen 2000er. Häufig reicht es, die Linie nur einige Zentimeter aus der Mitte zu verschieben.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Ein Seitenscheitel kann die Gesichtszüge verändern
Grundsätzlich kann fast jede Gesichtsform einen Seitenscheitel tragen. Entscheidend ist die genaue Position. Schon wenige Zentimeter verändern, wie Haare das Gesicht umrahmen.
Bei einem runden Gesicht kann ein etwas tieferer Scheitel mehr Höhe am Oberkopf schaffen. Bei eckigen Gesichtszügen kann die seitliche Linie die Konturen optisch weicher wirken lassen. Auch herzförmige und längliche Gesichter können von der ungleichen Aufteilung profitieren. Hairstylisten empfehlen häufig den höchsten Punkt des Augenbrauenbogens als Orientierung: Von dort zieht man die Linie nach hinten.
Gerade bei feinem Haar hat der Seitenscheitel noch einen praktischen Vorteil. Weil ein Teil der Haare entgegen seiner gewohnten Richtung liegt, hebt sich der Ansatz häufig stärker an. Dadurch kann die Frisur voller wirken.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Auch ein langjähriger Mittelscheitel lässt sich verändern
Wer jahrelang einen Mittelscheitel getragen hat, muss nicht dabei bleiben. Haare können sich allerdings an eine bestimmte Fallrichtung gewöhnen. Beim ersten Wechsel springen einzelne Strähnen deshalb häufig zurück oder der neue Scheitel wirkt zunächst ungewohnt.
Am einfachsten lässt er sich direkt nach dem Waschen verändern. Dafür das feuchte Haar an der gewünschten Stelle teilen und die Ansätze beim Föhnen in die neue Richtung legen. Nach einigen Tagen kann das Haar bereits leichter dort liegen bleiben. Ein wenig Schaumfestiger oder leichtes Haarspray unterstützt den Ansatz, ohne ihn unnötig zu verkleben.
Ein starker Wirbel an Stirn oder Oberkopf kann bestimmen, welche Seite besser funktioniert. Statt ihn mit viel Produkt flachzudrücken, lohnt es sich häufig, mit seiner natürlichen Wuchsrichtung zu arbeiten.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Die richtige Tiefe entscheidet über den Look
Der moderne Seitenscheitel muss nicht besonders tief sitzen. Wer sich langsam an den Trend herantasten möchte, beginnt mit einer leicht versetzten Linie. Sie verändert den Look, ohne sofort nach klassischer 2000er-Frisur auszusehen.
Ein tiefer Seitenscheitel wirkt deutlich stärker. Er passt besonders gut zu voluminösen Wellen, einem Bob, einem niedrigen Zopf oder einer glatten Hochsteckfrisur. Bella Hadid trägt ihn aktuell etwa mit seitlichem Pony, während Kaia Gerber eine subtilere Variante mit Spangen kombiniert.
Für eine saubere Linie eignet sich ein schmaler Kamm. Wer mehr Volumen möchte, sollte den Ansatz dagegen nicht zu glatt stylen. Ein wenig Ansatzspray oder Trockenshampoo kann Halt geben. Besonders bei feinem Haar lohnt es sich, zunächst mit einem leicht versetzten Scheitel zu experimentieren und erst danach weiter nach außen zu gehen.
Der beste Test funktioniert ohnehin ohne Schere und ohne Friseurbesuch: Haare nach links legen, danach nach rechts und beide Varianten im Spiegel vergleichen. Denn gerade beim Seitenscheitel entscheiden Haarwuchs, Schnitt und die eigenen Gesichtszüge stärker über die passende Position.
Mehr Themen auf beautypunk.com
K-Beauty setzt 2026 verstärkt auf Hautbarriere, Feuchtigkeit und Regeneration. Besonders PDRN, Reis und Peptide tauchen aktuell in Seren, Cremes, Essences und Masken auf. Mit Hormonal Skincare soll jetzt auch die Hautpflege dem Menstruationszyklus folgen. Neben der Fitness-Community setzt mittlerweile auch die Beauty-Szene auf Proteinmaxxing und hofft auf einen strafferen Teint durch eine reichliche Zufuhr von Eiweiß.
Titelbild: ©svetikd on iStock



