Beauty Talk mit Nø Cosmetics-Gründerin Caroline Kroll
Wirkstoffkosmetik aus der teuren Nische direkt in die Drogerieregale bringen – diese Vision lebt Caroline R. Kroll. Mit ihrer Brand Nø Cosmetics beweist die Gründerin, dass hocheffektive Pflege bezahlbar sein kann und die Haut so stärkt, dass sie kein („Nø“) Make-up braucht. Im Interview teilt sie ihr Insider-Wissen mit uns: Sie erklärt, warum bei Retinol und Säuren weniger oft mehr ist, wie wir eine irritierte Hautbarriere retten und warum eine Tasse Tee am Morgen für sie die schönste Form von Achtsamkeit im schnellen CEO-Alltag ist.
Liebe Caro, wie sieht dein persönliches Badezimmer-Szenario morgens um 7 Uhr aus? Setzt du im Alltag auf strikten Skinimalismus oder nimmst du dir bewusst Zeit für eine ausgiebige Routine?
Caroline Kroll: Unter der Woche bin ich tatsächlich eher Team Skinimalismus. Meine Morgenroutine besteht meistens aus den Basics: einem Liquid, einem Serum und natürlich Sonnenschutz. Das geht schnell, gibt meiner Haut alles, was sie braucht, und lässt sich gut in einen vollen Arbeitstag integrieren. Am Wochenende nehme ich mir dann bewusst etwas mehr Zeit. Dann dürfen auch zusätzliche Pflegeschritte dazugehören, als kleiner Selfcare-Moment.
Du hast Nø Cosmetics 2017 während deines Studiums gegründet, heute sind die Produkte flächendeckend im Handel platziert. Wenn du heute vor dem Drogerieregal stehst – was bedeutet dieser Erfolg für dich persönlich im Rückblick auf die intensiven Anfangsjahre?
Caroline Kroll: Mein Vater hat damals immer gesagt: „Wenn wir irgendwann einmal einen Meter Regalfläche in der Drogerie erreichen, dann haben wir es geschafft.“ Ehrlich gesagt konnten wir uns damals überhaupt nicht vorstellen, dass dieser Moment jemals eintreten würde.
Heute sind wir sogar bei etwas über einem Meter Regalfläche angekommen. Für mich zeigt diese Geschichte vor allem eines: Wir haben Nø nie mit dem Ziel gegründet, ein möglichst großes Unternehmen aufzubauen. Uns ging es von Anfang an darum, Produkte zu entwickeln, von denen wir selbst überzeugt sind und die Menschen wirklich helfen. Dass daraus heute eine so große Marke entstanden ist, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit.
Für alle, die Nø Cosmetics gerade erst entdecken: Was genau symbolisiert das „Nø“ in eurem Namen und warum war es dir so wichtig, hocheffektive Wirkstoffkosmetik für wirklich jeden bezahlbar zu machen?
Caroline Kroll: Das „Nø“ entstand aus der Idee, dass gute Hautpflege die Haut so unterstützt, dass sie kein, also „Nø“ – Make-up braucht, damit man sich wohl in seiner eigenen Haut fühlt. Hochwertige Wirkstoffe sollten für möglichst viele Menschen zugänglich sein, deshalb ging der erste Weg auch in die Drogeriemärkte.
Ein zentraler Schwerpunkt eurer Produktphilosophie liegt auf dem Schutz und der Stärkung der Hautbarriere. Wenn Leserinnen aktuell mit irritierter, geröteter oder unausgeglichener Haut kämpfen: Welche konkreten Pflegeschritte oder Inhaltsstoffe empfiehlst du, um die Haut nachhaltig zu beruhigen?
Caroline Kroll: Mein wichtigster Tipp lautet: Weniger ist oft mehr. Gerade bei einer gereizten Hautbarriere lohnt es sich, die Routine bewusst zu reduzieren und der Haut Zeit zur Regeneration zu geben. Besonders empfehle ich Produkte mit Ceramiden, denn sie gehören zu den natürlichen Bausteinen unserer Hautbarriere und helfen dabei, sie wieder zu stärken. Bei Nø Cosmetics wären dafür beispielsweise die Produkte unserer ALL IN Serie eine gute Wahl.
Durch Social Media sind wir oft überfordert von Begriffen wie Retinol, Säuren und Peelings. Welchen Beauty-Mythos oder welchen klassischen Pflegefehler siehst du am häufigsten in deiner Community, den wir am besten sofort abstellen sollten?
Caroline Kroll: Der häufigste Fehler ist aus meiner Sicht, zu viele Produkte gleichzeitig oder zu starke Wirkstoffe in eine Routine einzubauen. Nur weil ein Inhaltsstoff gut ist, bedeutet das nicht, dass mehrere davon gleichzeitig noch besser sind. Die Haut braucht Zeit, sich an neue Wirkstoffe zu gewöhnen. Deshalb empfehle ich immer, neue Produkte langsam in die Routine einzuführen. So lässt sich das Risiko von Irritationen deutlich reduzieren.
Bei Nø Cosmetics entscheidet die Community per Feedback aktiv über neue Texturen und Produkte mit. Welcher Wunsch oder welcher geniale Skincare-Hack deiner Kundinnen hat dich in letzter Zeit so richtig überrascht?
Caroline Kroll: Mich hat vor Kurzem tatsächlich eine Idee aus der Community begeistert. Ein Community-Mitglied hat uns nicht nur einen Produktwunsch geschickt, sondern ein komplette Verpackungsdesign und sogar eine Marketingkampagne dazu entwickelt. Das zeigt einfach, wie kreativ und engagiert unsere Community ist. Genau deshalb beziehen wir sie so aktiv in unsere Produktentwicklung ein, oft entstehen dort Ideen, auf die wir selbst vielleicht gar nicht gekommen wären.
Hautgesundheit und mentale Balance stehen oft in einem engen Zusammenhang. Du betonst in der Öffentlichkeit immer wieder die Wichtigkeit von Achtsamkeit abseits von Leistungsdruck. Wie integrierst du diese Haltung in deinen eigenen Alltag als CEO und in deine persönliche Selfcare-Routine?
Caroline Kroll: Ich versuche, meine Pflegeroutine bewusst nicht einfach nur „abzuhaken“, sondern sie als kleines tägliches Ritual zu nutzen. Während mein Sonnenschutz morgens einzieht und seine volle Schutzwirkung entfalten kann, nehme ich mir Zeit für eine Tasse Tee und schreibe ein paar Gedanken in mein Journal. Diese wenigen Minuten helfen mir, ruhig und fokussiert in den Tag zu starten. Gerade als CEO ist der Alltag oft sehr schnell und voller Entscheidungen, deshalb sind diese kleinen Momente der Achtsamkeit für mich genauso wichtig wie die richtige Hautpflege.
Wir bedanken uns bei Caroline für das interessante Interview. Mehr Informationen findet ihr unter https://www.no-cosmetics.de und @nocosmetics.de.
Titelbild: ©Nø Cosmetics




