Naked Mass im Test: Ein Mass Gainer mit wenigen Zutaten, der wirklich überzeugt
Wer regelmäßig trainiert und gezielt Muskelmasse aufbauen möchte, weiß, dass ausreichend Kalorien und Protein entscheidend sind. Doch gerade bei Mass Gainern lohnt sich ein genauer Blick auf die Zutatenliste. Mit Naked Mass setzt Naked Nutrition auf eine reduzierte Rezeptur, viel Protein und eine Extraportion Kalorien. Ich habe mir den Weight Gainer genauer angesehen und getestet, wie gut er sich in den Alltag integrieren lässt.
Naked Mass setzt auf wenige, ausgewählte Zutaten
Viele klassische Mass Gainer enthalten künstliche Aromen, Süßstoffe und zahlreiche Zusatzstoffe. Naked Nutrition verfolgt mit Naked Mass einen anderen Ansatz. Die geschmacksneutrale Variante kommt mit gerade einmal drei Zutaten aus: Tapioka-Maltodextrin, Molkenprotein-Konzentrat (Naked Whey) und mizellarem Kasein (Naked Casein).
Auch bei den aromatisierten Varianten bleibt die Zutatenliste überschaubar. Für den Geschmack sorgen je nach Sorte unter anderem Bio-Kokosblütenzucker, echtes Kakaopulver oder natürliches Vanillearoma.
Besonders interessant ist die Wahl der Kohlenhydratquelle. Statt Mais-Maltodextrin verwendet Naked Nutrition Maltodextrin aus Bio-Tapioka. Dabei handelt es sich um leicht verfügbare Kohlenhydrate, die den Kaloriengehalt des Shakes deutlich erhöhen. Für alle, die Schwierigkeiten haben, ihren täglichen Energiebedarf allein über feste Mahlzeiten zu decken, kann das eine praktische Ergänzung sein.
Viel Protein und über 1.200 Kalorien pro Portion
Ein Blick auf die Nährwerte zeigt schnell, für wen Naked Mass entwickelt wurde. Eine vollständige Portion liefert rund 1.250 Kalorien, 50 Gramm Protein, 252 Gramm Kohlenhydrate und 11,5 Gramm BCAAs, also verzweigtkettige Aminosäuren.
Besonders sinnvoll finde ich die Kombination aus Whey und Kasein. Während Molkenprotein relativ schnell verdaut wird und dem Körper zeitnah Aminosäuren zur Verfügung stellt, wird Kasein langsamer aufgenommen. So ergänzen sich die beiden Proteinquellen und unterstützen die Proteinversorgung über einen längeren Zeitraum.
Auch bei der Herkunft des Proteins legt Naked Nutrition Wert auf Transparenz. Laut Hersteller stammt das verwendete Whey von Kühen aus Weidehaltung auf kleinen US-amerikanischen Farmen. Zudem wird auf den Einsatz der künstlichen Wachstumshormone rBGH und rBST verzichtet.
Wichtig ist allerdings: Mit über 1.200 Kalorien pro Portion ist Naked Mass kein gewöhnlicher Proteinshake. Das Produkt richtet sich vor allem an Menschen mit einem entsprechend hohen Energiebedarf, die gezielt an Gewicht zunehmen möchten.
So schlägt sich Naked Mass im Alltag
Bei einem Mass Gainer kommt es für mich vor allem darauf an, wie unkompliziert sich das Pulver verwenden lässt. Schließlich bringt selbst die beste Nährstoffzusammensetzung wenig, wenn der Shake unangenehm schmeckt oder schwer im Magen liegt.
Da eine vollständige Portion Naked Mass ziemlich umfangreich ist, verwende ich meistens eine kleinere Menge. Oft reicht mir bereits eine halbe Portion, die ich über den Tag verteile oder in einen selbst gemachten Smoothie mische.
Besonders gut gefällt mir die geschmacksneutrale Variante. Sie hat keinen aufdringlichen Eigengeschmack und lässt sich problemlos mit Banane, Haferflocken, Erdnussbutter oder Beeren kombinieren. So kann ich den Shake nach meinen eigenen Vorlieben zusammenstellen, ohne dass künstliche Süße den Geschmack dominiert.
Auch die Löslichkeit hat mich positiv überrascht. Für ein Pulver mit dieser hohen Kaloriendichte lässt sich Naked Mass gut vermischen. Bei größeren Mengen empfiehlt sich allerdings ein Mixer, damit die Konsistenz möglichst gleichmäßig wird.
Gute Verträglichkeit trotz hoher Kaloriendichte
Gerade bei Weight Gainern ist die Verträglichkeit ein wichtiges Thema. Große Portionen, viel Protein und hohe Mengen an Kohlenhydraten können schnell zu einem unangenehmen Völlegefühl führen.
Meine Erfahrung mit Naked Mass fällt hier positiv aus. In kleineren Portionen empfinde ich den Shake als angenehm und hatte bisher keine größeren Probleme mit Blähungen oder einem schweren Magen.
Ein weiterer Pluspunkt ist für mich der Verzicht auf künstliche Süßstoffe und unnötige Verdickungsmittel. Ob ein Mass Gainer gut vertragen wird, hängt allerdings immer von der individuellen Verdauung, der Portionsgröße und den verwendeten Zutaten ab. Wer empfindlich auf Laktose reagiert, sollte außerdem beachten, dass Naked Mass Molkenprotein-Konzentrat und Kasein enthält.
Mein Tipp: Lieber mit einer kleineren Portion beginnen und die Menge bei Bedarf langsam steigern. Das macht die Anwendung im Alltag deutlich angenehmer.
Naked Nutrition legt Wert auf transparente Inhaltsstoffe
Was mir an Naked Mass besonders gefällt, ist die übersichtliche Zusammensetzung. Statt mit einer langen Liste an Zusatzstoffen arbeitet die Marke mit wenigen Zutaten, deren Funktion nachvollziehbar ist.
Laut Hersteller ist Naked Mass glutenfrei, sojafrei und ohne gentechnisch veränderte Zutaten hergestellt. Außerdem lässt Naked Nutrition seine Produkte durch unabhängige Labore auf verschiedene Qualitäts- und Reinheitsparameter prüfen, darunter Schwermetalle und Nährstoffgehalte.
Gerade bei Nahrungsergänzungsmitteln, die regelmäßig konsumiert werden, sind solche Qualitätskontrollen ein wichtiges Kriterium.
Für wen sich Naked Mass wirklich lohnt
Naked Mass ist vor allem für Menschen interessant, die trotz regelmäßiger und ausreichender Mahlzeiten Schwierigkeiten haben, genügend Kalorien aufzunehmen. Dazu gehören beispielsweise sogenannte Hardgainer, aber auch sportlich sehr aktive Menschen mit einem hohen Energieverbrauch.
Für den Muskelaufbau spielt neben einem passenden Trainingsreiz eine ausreichende Energie- und Proteinzufuhr eine wichtige Rolle. Ein Mass Gainer kann dabei helfen, eine Kalorienlücke zu schließen, ersetzt aber keine ausgewogene Ernährung.
Wer lediglich seine tägliche Proteinzufuhr erhöhen möchte, ist mit einem klassischen Proteinpulver möglicherweise besser beraten. Denn die große Menge an Kohlenhydraten und Kalorien ist nicht für jedes Trainingsziel sinnvoll.




